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Familien

Lily und Julia freuen sich auf Weihnachten, das Fest der Liebe und Lichter

Nach einer Odyssee, gekennzeichnet von Hunger, Kinderarbeit und Misshandlung, feiern Lily und Julia 2016 ihr erstes Weihnachtsfest.

Wache dunkle Augen, ein vorsichtiges Lächeln und das schwarze krause Haar zu kleinen Pferdeschwänzchen gedreht, die von blauem und weißem Haarschmuck gehalten werden, so strahlen die beiden Schwestern Julia und Lily den Fotografen an. Ausgelassenes Treiben umgibt sie. Hier und dort ein Lachen, alle reden gleichzeitig und freuen sich, dass sie nach dem Mittagessen spielen können.

Ein Leben unter unerträglichen Bedingungen

Auch Julia und Lily freuen sich. Aber es war nicht immer so. Bevor sie im Juni 2016 zu nph kamen, hatte ihr Leben hatte so gar nichts von Kind sein, glücklich sein und Freude. Sie wohnten in einer entfernt gelegenen kleinen Gemeinde. Wohin man auch sah, große Armut prägte das Bild. Zusammen mit ihrem Vater lebten die beiden Mädchen in einer kleinen Bretterbude. Das Dach, einfache Bleche, mit Steinen beschwert, das nicht der erste Windhaucht sie wegwehte.

Ein Brett auf Steinen war das Bett, indem alle zusammen schliefen. Es zog durch die Holzlatten in der Nacht. Strom gab es keinen und das Wasser musste von den Mädchen herangeschleppt werden. Eine Feuerstelle auf dem Boden war der Herd. Auf ihrem Stundenplan stand nicht Mathematik oder Spielen, nein, vielmehr putzen, kochen und arbeiten gehen. Sie wurden ausgebeutet, benutzt und verachtet von ihrem Vater. Selbst die einfachste Hygiene fand nicht statt. Und zu all diesen Demütigungen und Misshandlungen kam der ewige Hunger.

Das Leid will kein Ende nehmen

Sozialarbeiter brachten die Mädchen nach schweren Misshandlungen zu der Mutter, die aber starke Anzeichen einer geistigen Behinderung zeigte und nicht arbeiten konnte. Ihr Stiefvater arbeitete auch kaum und wieder beherrschte der Hunger ihren Alltag. Nachbarn brachten ab und zu etwas zu essen, aber zu wenig, um die Mädchen ausreichend zu ernähren. Es gab auch kein Geld für einen Arzt oder Medikamente, wenn eines der Kinder krank war.


Julia hat kleine Armbänder gebastelt und hofft sie an Besucher verkaufen zu können.

Schließlich kamen Julia und Lily im Sommer 2016 zu nph. Inzwischen waren die Mädchen stark unterernährt, übersät mit Parasiten, die Haare fielen ihnen aus. Sie waren auch schon in ihrer Entwicklung verzögert. Nach einer längeren Zeit auf der Krankenstation erholten sich Lily und Julia. Sie nahmen an Gewicht zu, wuchsen wieder und langsam legte sich auch die Furcht vor den Fremden.

Im Kinderhaus bekamen sie schnell Anschluss. Sie fanden neue Freundinnen, mit denen man alles machen konnte, was kleine Mädchen lieben: spielen, malen, Geschichten erzählen. Und dieses neue Zuhause hatte noch viele andere tolle Überraschungen parat: ein sicheres Dach über dem Kopf, ein eigenes Bett, saubere Kleidung, täglich drei Mahlzeiten und sie konnten endlich zur Schule gehen. Die Mädchen fanden eine Gemeinschaft vor, in der es Liebe, Sicherheit und eine glückliche Familie gab.


Am Nachmittag geht Lily oft in den Garten, um zu helfen.

Und Weihnachten 2016, das war ein tolles neues Fest für Julia und Lily. Sie hatten vorher nie Weihnachten gefeiert. Umso mehr genossen sie die vielen Lichter, Umzüge und Geschenke. Zu diesem Weihnachtsfest hat sich Julia etwas ganz Besonderes gewünscht: „Ich möchte eine Puppe, einen Teller, eine Tasse und ein Glas.“ Vielleicht will sie unbewusst sicher sein, dass es ihr an nichts fehlt in Zukunft, um zu essen und zu spielen.

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*= Alle Namen sind zum Schutz der Kinder geändert.

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Isabella Kalamorz

Patenbetreuung
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