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Familien

Leonarda entdeckt das Gärtnern

Ein Slum-Mädchen entflieht dem Hunger und lernt im nph-Kinderdorf die Natur lieben

Bittere Armut, Gewalt und Hunger bestimmten die Kindheit

Eine undurchlässige Mauer von Düsternis umgibt die erbärmlichen Hütten aus Holz und Stein. Hunger, Elend und Krankheiten nagen an den Träumen der Kinder. Leonarda*, acht Jahre, sieht auf die bloße Steinwand der Hütte. Es ist noch früh und sie ist sehr müde. Sie hat die Nacht schlecht geschlafen. Ihr kleiner Bruder hat gequengelt, die Eltern zu laut geredet, in der armseligen Hütte gibt es nur einen Raum und keine Ruhe. Die Mutter gießt Wasser in die Milch, damit sie für alle vier Kinder reicht. Mehr gibt es heute nicht zum Frühstück.

Traurig schaut sie ihr Mädchen an. Sie weiß, so kann es nicht weitergehen. Die Kinder können die Hütte nicht verlassen, es ist draußen zu gefährlich. Sie verbringen ganze Tage allein in dem stickigen Raum. Und das bisschen Essen, das nie reicht, um satt zu werden, nein, so dürfen meine Kinder nicht aufwachsen, denkt sie.

Aus diesem Grund hat sie Kontakt zu dem Kinderhilfswerk nph gesucht. Leonarda zieht sich an und will sich auf den Weg zur Schule machen. Doch die Mutter hält sie zurück. Heute fahren sie alle gemeinsam mit dem Bus nach Miacatlán.

In der Natur traumatische Erlebnisse verarbeiten

Im Kinderdorf warten sie schon auf die Neuankömmlinge und begrüßen sie freudig. Leonarda bekommt ein eigenes Bett im Mädchenhaus und endlich satt zu essen. Schnell findet sie Spielfreunde. Am liebsten geht sie aber in den Garten, aufs Feld oder zu den Tieren. Draußen zu sein, ohne Angst zu haben, ist ein wunderbares Gefühl. Die Natur gibt ihr Ruhe und langsam verblassen die traumatischen Erlebnisse aus der frühen Kindheit.

Leonarda hat in den letzten beiden Jahren Kohl, Avocados und Mais gepflanzt. Und wie alle Kinder liebt sie die Tiere, sie zu streicheln, mit ihnen zu spielen.

Für die Zukunft recyceln

Aber Leonarda hat nicht nur gepflanzt. In den vergangenen zwei Jahren konnte sie auch ernten. Die inzwischen Zehnjährige ist stolz darauf, wenn mittags die Kinder im nph-Kinderdorf etwas essen, das sie gepflanzt hat. Und wie jede richtige „Gärtnerin“ weiß das Mädchen inzwischen viel über den Boden, wann gewässert wird und welcher Kompost wofür ist. Aber nicht nur das.

„Ich möchte die Erde nicht verunreinigen, damit ich noch mehr pflanzen kann. Deshalb ist recyceln auch so wichtig“, erklärt sie.

Müll trennen, Wiederverwertbares aufheben und achtsam mit den Lebensmitteln umgeben, diese Dinge sind ihr wichtig.

„Vielleicht arbeite ich später auf einem Bauernhof oder in einer Gärtnerei“, sagt sie; „dann kann ich jeden Tag die Natur genießen."

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Stefanie Efinger

Patenbetreuung