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Familien

Dominikanische Republik: Ein Kind in Gefahr

Junior wäre fast in die Kriminalität abgerutscht

Kinderarbeit, Kriminalität und Gewalt  – das alles gehörte zum Leben von Junior aus der Dominikanischen Republik. Ein Achtjähriger sollte so etwas nicht miterleben müssen. Doch in Lateinamerika ist das Alltag – auch für die Jüngsten. 

 

Heute ist Junior 24 Jahre alt und studiert Tourismus und Hotelmanagement in der dominikanischen Hauptstadt Santa Domingo. Seine beiden jüngeren Geschwister leben noch im nph-Kinderdorf. Junior und sind dem Teufelskreis aus Armut und mangelnder Bildung entkommen. Doch viele andere Kinder in Lateinamerika haben nicht so viel Glück -  er bezeichnet es als Wunder.

 

Seine „wunderbare“ Geschichte erzählt er hier selbst: 

 

Juniors Leben auf der Straße 

 

„Bevor ich Teil der nph-Familie wurde, führte ich ein Leben, das keinesfalls angemessen für ein Kind war. Ich lebte praktisch auf der Straße mit meinen Freunden oder besser gesagt meinen „Banditen“. Wir passten auf Autos auf, wenn die Besitzer keinen Parkplatz finden konnten. Manchmal hielten wir uns auch mit kleinen Diebstählen über Wasser. Ich musste Geld nach Hause bringen, denn mein Vater hatte uns verlassen. Meine Mutter hatte gerade entbunden und es gab niemanden, der sich um uns kümmern konnte. Ich erinnere mich nicht mehr an meinen Vater, doch seine Abwesenheit macht mir heute noch zu schaffen.“

 

 


Bevor Junior mit elf Jahren ins nph-kinderdorf kam, verbrachte er den Großteil seiner Zeit auf der Straße. 


„2003, da war ich elf Jahre alt, hatte ich einen schweren Unfall. Ein Lastwagen fuhr mir über den Fuß und ich musste einen ganzen Monat im Krankenhaus verbringen. Während dieser Zeit erfuhren wir von der Möglichkeit, im nph-Kinderdorf aufgenommen zu werden. Ich konnte nicht glücklicher sein für meine Geschwister und mich, denn es war unsere Rettung.“

 

Endlich in Sicherheit 

 

„Ich war endlich weg von der Straße und in Sicherheit. Ich musste nicht mehr stehlen und Angst haben, selbst bestohlen oder verletzt zu werden. Trotzdem vermisste ich meine Freiheit, denn für mich war ein geregelter Tagesablauf neu. Meinen jüngeren Geschwistern fiel die Eingewöhnung leichter, denn sie waren das Leben auf der Straße noch nicht gewohnt.“ 

 


Junior im Jahr 2003 kurz nach seiner Ankunft im nph-Kinderdorf in der Dominikanischen Republik. 

 

„Schnell begriff ich jedoch, was es für mich bedeutete,  ein Leben in einer intakten Familie zu führen. Kein Vergleich zu früher! Endlich lernte ich lesen und schreiben, denn vor nph hatte ich keinen einzigen Tag in der Schule verbracht. Gewalt gegen Kinder – auf der Straße war das alltäglich, bei nph jedoch ein absolutes Tabu. Ich musste nicht mehr hungern und wurde versorgt, wenn ich krank war. Sogar Spielsachen hatten wir!“ 

 

Ein kleines Wunder 

 

„Das kleine, hungrige Schlitzohr ohne Perspektive – das war ich einmal. Heute studiere ich und mache Musik in meiner Freizeit, anstatt mich auf der Straße herumzutreiben. Ich führe ein gesundes Leben. Wenn das kein Wunder ist, was ist es dann?“ 

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Isabella Kalamorz

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