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Viva Guatemala!

In Guatemala nimmt man sich viel Zeit zum Feiern, und so begannen die Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag schon drei Tage vorher.

Guatemala feiert seinen Unabhängigkeitstag am 15. September in Erinnerung an die Befreiung von Spanien im Jahre 1821. So wie dieser Jahrestag im ganzen Land gefeiert wird, ist er auch in unserem Heim ein großes Ereignis.

 

Traditionsgemäß begeht man diesen historischen Tag mit einem Besuch bei den Ruinen aus der Maya-Zeit. So begannen wir unsere Feierlichkeiten am Dienstag, dem 13. September, mit einer dreistündigen Fahrt in zwei Bussen zu einer Stätte im Westen Guatemalas. Zwei Führer erklärten uns die Bedeutung dieses historischen Ortes. Nach einer Stunde machten wir auf einem der Picknickbereiche eine willkommene Rast. Wir bekamen ein typisches Gericht mit Reis, Fleisch und Salsa gereicht. Nach dem Essen ging der Rundgang weiter und endete im Zoo. Außer einem Besuch der Ruinen veranstalten die Schulen auch einen Fackellauf. Unserer begann in diesem Jahr in Antigua, und zwar bereits um 6 Uhr in der Frühe. Angeführt von einer Sirene und einer Fackel, nahmen die meisten Klassen mit Freude teil, und die Zuschauer am Straßenrand spendeten reichlich Beifall und feuerten die Läufer an. Der Fackellauf endete an unserem Heim.

 

Den nächsten Tag verbrachten wir mit den Vorbereitungen für die Feiern am Donnerstag. Die "banda", unsere Schulband, probte ihr Stück für diesen Tag, so wie sie es im letzten Monat an jedem zweiten Tag getan hatten. Die Band besteht aus etwa 30 Schülern, die Schlagzeug oder Xylophon spielen. Vor der Band gingen sechs Tänzerinnen, die die alle Blicke auf sich zogen. Andere Kinder machten Poster, probierten neue Kostüme an oder schmückten den Wagen.

 

Der große Tag begann um 7 Uhr am Donnerstagmorgen. Die Kinder versammelten sich vor den Bussen und warteten auf das Zeichen zum Einsteigen. Eine halbe Stunde später kamen wir in St. Andres Itzapa an, wo bereits eine Menge von Menschen in ihren traditionellen farbenprächtigen Kleidern auf uns wartete. Mit unserer Schulfahne voran führten wir den Umzug an, gemeinsam mit den anderen Schulen aus der Umgebung. Die ganze Einwohnerschaft von St. Andres Itzapa war gekommen, um sich den dreistündigen Umzug anzusehen. Die Veranstaltung endete mit der Nationalhymne im Zentrum des Ortes. Müde aber zufrieden kehrten wir nach Hause zurück und feierten den Unabhängigkeitstag weiter mit Spielen auf dem Schulgelände, mit Ausblick auf zwei Vulkane im Sonnenschein.

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