Wohngebiete in Haiti stehen unter Wasser
Aktuell

Unwetter in Haiti

Seit Ende Oktober regnet es Tag und Nacht in Haiti. Hochwasser und Überflutungen sind die Folge.

Besonders betroffen sind mehrere Regionen im Norden des Landes: Cap-Haitien, Limonade, Grande-Rivière-du-Nord, Limbé, Dondon, Petite-Ance und Fort Saint-Michel. Flüsse, die sonst zeitweise trocken liegen, sind über die Ufer getreten und haben Häuser mit sich gerissen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Mehrere Tote sind zu beklagen


Acht Menschen sind aufgrund der Unwetter und der Überschwemmungen ums Leben gekommen. Laut ersten Angaben des Haitianischen Nachrichtenportals haitilibre gibt es gravierende Schäden an Infrastruktur und Wohnraum.

 

 

Notunterkünfte werden benötigt


Allein im Norden des Landes mussten über 4.500 Menschen in Notunterkünften untergebracht werden. Viele Menschen versuchten mit teilweise selbst konstruierten Booten und Kanus ihre Unterkünfte zu verlassen und woanders Schutz zu finden.

 

 

Unwetter verursacht hohe Schäden in der Landwirtschaft


Ein weiteres schwerwiegendes Problem sind die Schäden, die die Unwetter im Bereich der Landwirtschaft und Viehhaltung verursacht haben. Erneute Ernteausfälle treffen besonders die ärmere Bevölkerung sehr schwer.
Die Haitianische Regierung hat Hilfsmaßnahmen angekündigt, ist aber aufgrund der gravierenden Situation bisher nicht Herr der Lage.

Überschwemmungen legen öffentliches Leben lahm


Der Regen hat das ganze Leben in Haiti für mehrere Tage lahmgelegt. Da das Leben sich hier weitgehend auf den Straßen abspielt, wurde eine wichtige ökonomische Ader abgespalten. Wegen der überfluteten Straßen ist es den Straßenhändlern nicht möglich, ihrem täglichen Geschäft nachzugehen. Da es sich dabei für die Familien um die einzige Möglichkeit handelt, um an das Existenzminimum heranzukommen, sind die Auswirkungen besonders gravierend.

 


 

Zahlreiche Menschen sind gezwungen ihre Häuser zu verlassen und bei Bekannten in anderen Stadtteilen unterzukommen. Die Haitianische Bevölkerung zeigt sich sehr solidarisch miteinander und unterstützt sich gegenseitig mit den begrenzten Mitteln, die ihnen zur Verfügung stehen. Kurzerhand wurden unter anderem einige Schulen als Notunterkünfte zur Verfügung gestellt.

Schulbesuch ist wegen Überflutungen nicht möglich


Ein Schulbesuch und auch der Zugang zur Universität sind in diesen Tagen für die meisten Kinder und Jugendlichen undenkbar, da die Schulwege geflutet sind und es zu gefährlich wäre, sich auf den Weg zu begeben.
 
Auch nph haiti und die Fondation St. Luc zeigen sich solidarisch mit den Menschen und schicken Hilfsgüter in die am meisten betroffenen Gebiete. Die Menschen erhalten Lebensmittel, Hygieneartikel und Decken.

 

 

Die Situation bleibt weiterhin angespannt, da das Risiko weiterer Überschwemmungen und Erdrutsche sehr hoch ist. Außerdem ist zu erwarten, dass Krankheiten wie Cholera sich durch das verschmutze Wasser und den begrenzten Zugang zu Trinkwasser schneller ausbreiten. Verstärkte medizinische Versorgung wird in den betroffenen Gebieten notwendig sein.

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