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Aktuell

Unser Heim soll grüner werden

Die Kinder feiern den "Tag der Erde", indem sie Bäume pflanzen

Normalerweise bedeutet Bewegung im Freien für unsere Kinder Sport und Spiele. In der letzten Zeit jedoch sieht man immer öfter Kinder, die mit Schaufeln und Hacken auf dem Gelände unterwegs sind und sich die Hände schmutzig machen. Das ist eine Folge unseres neuesten Projektes "ITER", eingeführt von den beiden spanischen Agronomen Eduardo und Pilar Briones. Sie haben bereits in verschiedenen anderen NPH Heimen mitgearbeitet und in Honduras, Mexiko und Guatemala Gewächshäuser aufgebaut. In den vergangenen zwei Monaten haben sie den Kindern etwas über Gartenbau beigebracht. So sollen bald Gurken und Tomaten in unserem neuen Gewächshaus heranwachsen. Außerdem haben alle Kinder aus den Klassenstufen 4 bis 7 (insgesamt 89 Kinder) dabei mitgeholfen, das Gelände zu roden, um dort Gemüsebeete für Zwiebeln, Karotten, Spinat, Salat und anderes anzulegen. Auch die kleineren Kinder von den Vorschulkindern bis zur 3. Klasse werden eigene Beete bekommen, aber zur Zeit lernen sie noch die Theorie über Pflanzen und Saaten im Klassenzimmer.

 

Außerdem nimmt unser Heim an dem "Projekt Grün" teil, bei dem es um Recycling, Kompostierung, Landschaftspflege, Gemüseanbau und Umweltbewusstsein geht. Zusammen mit 13 anderen Schulen in der Dominikanischen Republik ist Casa Santa Ana für die Durchführung dieses landesweiten Projektes ausgewählt worden. Das landschaftsgärtnerische Team hat im Park und am Basketballfeld schattenspendende Bäume angepflanzt und Palmen am Weg zur Schule und vor dem Büro gesetzt. In diesem Jahr hat unser Park weiter Form angenommen durch Parkbänke, Bäume, ein Schaukelgestell und ein Podest für eine Statue des Heiligen Franziskus.

 

So passte die Feier des "Tages der Erde" am 22. April genau zum wachsenden Umweltbewusstsein in unserem Heim. Die Kinder, Lehrkräfte und Betreuer nahmen am Pflanzen von Laub- oder Obstbäumen teil. Jede Klasse von den Vorschulkindern bis zur 7. Klasse pflanzte einen eigenen Baum an einer ausgewählten Stelle auf dem Schulgelände. Gemeinsam mit ihren Lehrern knieten sich die Kinder hin, um die Bäume in die vorbereiteten Pflanzlöcher zu setzen, sie mit Erde aufzufüllen und die Bäume anzugießen. Nachdem die Schulbäume gepflanzt worden waren, gingen die Kinder zu ihren Wohnhäusern, um dort gemeinsam mit ihren Betreuern verschiedene Obstbäume zu pflanzen wie Zitronen, Orangen, Passionsfrucht, Mango und viele andere. In den kommenden Jahren wird dann jedes Haus seine eigenen Früchte ernten können. Außerdem lernen die Kinder durch die Versorgung der Obstbäume Verantwortung zu übernehmen, und ihr Bewusstsein für Natur und Umweltschutz kann wachsen.

 

In der Zwischenzeit arbeiten die Kinder weiter an den Vorbereitungen für das Gewächshaus. Wir werden weiter darüber berichten...

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