hnpolitical1
Aktuell

Unser Heim in Honduras bleibt sicher trotz der Unruhen im Land

Nach der Absetzung des Präsidenten durch das Militär ist die politische Lage in Honduras weiterhin unsicher.

Hier in Honduras ist die Lage weiterhin ungeklärt. Nach einer Woche ohne Unterricht kommen die Lehrer und Angestellten nun wieder tagsüber auf die Ranch. Wir haben jedoch immer noch einen verkürzten Stundenplan, und die Angestellten kehren um 13.00 Uhr nach Tegucigalpa zurück, wegen der Ausgangssperre, die um 18.30 beginnt. Hier auf der Ranch jedoch geht das Leben ruhig und ungestört weiter.

 

Was die neuen Freiwilligen angeht, so ist nur einer zu uns gekommen, der bisher in Copan studiert hat. Alle übrigen wurden gebeten abzuwarten, bis sich die Lage hier in Honduras stabilisiert hat. Alle Freiwilligen haben aber immer noch die Absicht zu kommen, sobald sie grünes Licht erhalten.

 

In Honduras selbst bleibt die Lage weiterhin sehr angespannt und instabil. Zwei Zelaya-Anhänger wurden gestern bei einer Demonstration von der Polizei getötet, und der abgesetzte Präsident musste nach El Salvador ausweichen; dort traf er sich mit den Präsidenten befreundeter Staaten, Leitern verschiedener Organisationen und Journalisten.

 

30. Juni 2009

 

Die Tagen vergehen, und die Kinder leben ihr normales Leben. Zur Zeit ist im Rancho Santa Fe alles ruhig. Auch außerhalb ist die Lage noch ziemlich ruhig, aber die Emotionen scheinen sich aufzuheizen. In Santa Barbara, San Pedro Sula und Tegucigalpa gibt es fortgesetzte Proteste, und Straßenblockaden behindern den Verkehr. Die Schulen bleiben geschlossen, während alle versuchen zu verstehen, was gerade im Lande geschieht. Umd darauf eine Antwort zu finden, brauchen wir Zeit. Der ehemalige Präsident Zelaya sagt, dass er am Donnerstag ins Land zurückkehren möchte, und das sollte etwas Klarheit darüber geben, wie die Sache weitergeht. Zur Zeit bleiben die Lehrer und Büroangestellten aus der hauptstadt Tegucigalpa zu Hause. Die Kinder werden mit Arbeiten und Spielen beschäftigt gehalten, was die Betreuer und Freiwilligen jeden Tag für sie organisieren.

 

Vielen Dank an unsere Freunde in der ganzen Welt. Wir sind dankbar für Ihre Anteilnahme und Ihre Unterstützung!

 

28. Juni 2009

 

Am Sonntag, den 28. Juni 2009, am frühen Morgen, wurde Präsident Manuel Zelaya von Soldaten auf Grund eines Erlasses des Obersten Gerichtes in Honduras verhaftet und des Amtes enthoben. Nach Tagen voller Anspannung, Unruhen und Proteste wurde der Präsident abgesetzt und nach Costa Rica ausgeflogen. An seiner Stelle übernahm der Präsident des Kongresses, Roberto Micheletti, die Rolle des Präsidenten von Honduras.

 

Hier bei Nuestros Pequeños Hermanos (NPH, spanisch für "Unsere kleinen Brüder und Schwestern") Honduras ist alles ruhig und friedlich geblieben. Die Kinder sind sicher, und trotz der angespannten Lage hat es noch keine gewalttätigen Vorkommnisse gegeben.

4_weihnacht_large_rectangle.gif