nph Mutter mit Kindern
Aktuell

Tías schlüpfen in die Rolle der Mutter

Muttertag am 11. Mai: Wer den Kindern bei nph Mutterliebe schenkt.

Die Liebe einer leiblichen Mutter ist einzigartig. Und doch müssen Millionen von Kindern ohne ihre Mutter aufwachsen. Für sie ist es besonders wichtig, eine Bezugsperson zu haben, zu der sie Vertrauen aufbauen können. In den nph-Kinderdörfern übernimmt eine Betreuerin die Mutterrolle. Sie kann die leibliche Mutter nicht ersetzen, aber sie schenkt den Kindern ihre Liebe und Fürsorge, so als wären es ihre eigenen.

Der Arbeit von nph liegt das Selbstverständnis zugrunde, dass jedes Kind besonders ist. Danach richten sich die Betreuerinnen in ihrer täglichen Arbeit. Sie werden in den nph-Kinderdörfern liebevoll „Tías“ (zu Deutsch: „Tanten“) gennant. Für die Tías ist jedes Kind einzigartig und sie kümmern sich mit Respekt und Verständnis um seine individuellen Bedürfnisse. Die Tías teilen ihren Alltag mit den Kindern, sie geben ihnen emotionale Sicherheit und die Gewissheit, dass sie bedingungslos geliebt werden. Jedes Kind hat seine eigene Familiengeschichte, Kultur und Religion. Unabhängig davon wird es angenommen und geliebt. Denn bedingungslose Annahme und Liebe gehören zu den Grundpfeilern der Arbeit von nph.

Die Aufgaben der Tía sind in drei Bereiche gegliedert


Körperliches Wohlbefinden:

  • Den Kindern beibringen, auf ihre persönliche Hygiene zu achten.
  • Regelmäßige Arztbesuche unternehmen.
  • Sicherstellen, dass Kinder, die eine besondere medizinische Betreuung brauchen, lernen, selbst Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen. Zum Beispiel, ihre Medikamente regelmäßig und pünktlich einzunehmen.


Ausbildung

  • Die Entwicklung des Kindes in der Schule verfolgen und regelmäßig Kontakt zu den Lehrern halten.
  • Den Kindern bei den Hausaufgaben und beim Lernen helfen.
  • Eine ruhige Atmosphäre während der Lernzeiten sicherstellen.
  • Den Kindern beibringen, Verantwortung für die Schule zu übernehmen.


Mitarbeit und Freizeit

  • Jedem Kind entsprechend seinem Alter und seinen Fähigkeiten kleine Arbeiten im Haushalt zuzuteilen.
  • Den Tag strukturieren: Zeit für Lernen, Hausarbeit und Freizeit schaffen.
  • Genug Zeit zum Spielen und andere Freizeitaktivitäten einplanen: Diese Zeit nutzen, um eine Beziehung zu den Kindern aufzubauen, ihnen soziale Fähigkeiten beizubringen, wie zum Beispiel gerecht zu sein, Entscheidungen selbstständig zu treffen usw.

 

 

Tías helfen auch beim Essen nach, wenn es nötig ist. © nph

Eine bunte Mischung

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Arten von Tías: Jene, die im Kinderdorf oder in der Nähe leben und fest angestellt sind; jene, die ein Freiwilligenjahr leisten – also meist aus dem Ausland kommen – und schließlich die jungen Frauen, die ihr Familienjahr absolvieren. Alle Jugendlichen, die ihre Schulbildung abgeschlossen haben, leisten nämlich ein Familienjahr, um in verschiedenen Bereichen im Kinderdorf auszuhelfen. Manche entscheiden sich für die Kinderbetreuung.

 

 

Freiwillige, die als Tías arbeiten, bereichern den Alltag der Kinder. © nph

Für die Kinder ist diese bunte Mischung bereichernd. Einerseits bieten die einheimischen Tías ihnen Stabilität, da sie die Kinder über eine längere Zeit begleiten und betreuen. Die Freiwilligen bringen kulturellen Austausch und neue Energie. Die jungen Frauen im Familienjahr werden als „große Schwestern“ wahrgenommen und können den jüngeren Kindern als Vorbilder dienen. Schließlich sind sie selbst im Kinderdorf aufgewachsen und haben erfolgreich eine Schulbildung abgeschlossen.

Eines aber haben alle Tías gemeinsam: Sie lieben die Kinder bedingungslos und sind immer für sie da. Genau wie eine richtige Mutter es wäre.

Ob Bücher, Spielsachen oder neue Stifte: Sie können Sie uns helfen, die Kinder mit dem Notwendigsten auszustatten.

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