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Sternstunden unterstützt Erdbebenopfer mit 360.000 Euro

Hilfe soll den zahlreichen Waisenkinder zugute kommen

Der Sternstunden e.V. unterstützt Waisenkinder in Haiti, deren Eltern bei dem Erdbeben am 12. Januar 2010 ums Leben gekommen sind, mit einer Spende in Höhe von 360.000 Euro. Der gemeinnützige Verein vertraut die Summe dem Kinderhilfswerk ?Unsere kleinen Brüder und Schwestern e.V.? an, das sich seit mehr als 20 Jahren in Haiti engagiert. Die Organisation unterhält ein Kinderdorf, Schulen, Straßenschulen, ein Krankenhaus sowie einige therapeutische Einrichtungen im Großraum Port-au-Prince. Das Geld soll dazu verwendet werden mindestens 200 Waisenkindern ein neues liebevolles Zuhause im Kinderdorf der Organisation ?St. Helene? zu schaffen.

 

Während des Erdbebens wurden große Teile der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince zerstört. Das Kinderdorf von ?Unsere kleinen Brüder und Schwestern? liegt in Kenscoff, rund 40 Kilometer von der Hauptstadt entfernt. Die Gebäude wurden zwar beschädigt, konnten aber schon kurz nach dem Erdbeben von italienischen Sicherheitsexperten zum bewohnen freigegeben werden. Derzeit haben dort mehr als 420 Kinder und Jugendliche ein Zuhause. Im Notfall könnten bis zu 500 weitere Waisenkinder aufgenommen werden. Die Spende vom Sternstunden e.V. ermöglicht es, 200 Waisenkinder in die große Familie von ?Unsere kleinen Brüder und Schwestern? zu integrieren. Dort erhalten sie psychologische Hilfe zur Bewältigung der Traumata und ? viel wichtiger ? sie sind wieder Teil einer großen Familie, die ihnen Schutz, Sicherheit und Geborgenheit vermittelt.

 

Bereits kurz nach dem Erdbeben wurden 75 Kinder im Kinderdorf aufgenommen. 30 behinderte Kinder, die in den Trümmern des General Hospital in Port-au-Prince gefunden wurden, leben inzwischen in ?Kay St. Germaine?, dem Rehabilitations- und Physiotherapiezentrum der Organisation.

 

Die Sozialarbeiter, so teilte der deutsche Arzt Peter Tinnemann gestern in einem Telefonat mit, arbeiteten bereits seit Tagen mit Hochdruck daran, Angehörige von Kindern zu finden, die alleine aufgefunden wurden. Der deutsche Arzt Peter Tinnemann ist seit zwei Wochen in Haiti, hat die Hilfsmaßnahmen der Organisation koordiniert und geholfen, im Krankenhaus ?St. Damien? Opfer des Erdbebens zu behandeln. Rund 40 Mitarbeiter von ?Unsere kleinen Brüder und Schwestern? sind in den Straßen von Port-au-Prince unterwegs auf der Suche nach vermeintlichen Waisenkindern, um sie vorläufig in den Einrichtungen der Organisation aufzunehmen, so lange bis geklärt ist, ob es noch Angehörige gibt.

 

Rund 50 Prozent der Bevölkerung in Port-au-Prince sind Kinder. Erst in einigen Wochen oder Monaten wird sich herausstellen, wie viele Kinder durch das Erdbeben ihre Angehörigen verloren haben. ?Die alleine aufgefundenen Kinder benötigen aber schon heute Schutz, Nahrung, Kleidung und vor allem viel Zuwendung. Die Spende von Sternstunden ermöglicht es uns, diejenigen aufzunehmen, die dauerhaft unseren Schutz benötigen? sagt Heiko Seeger, Geschäftsführer des deutschen Förderbüros von ?Unsere kleinen Brüder und Schwestern e.V.?

 

?Unsere kleinen Brüder und Schwestern? bittet die Bevölkerung weiter um Hilfe. Konto 12 000 bei der Sozialbank Karlsruhe, BLZ 660 205 00, Stichwort: Erdbeben Haiti. Auch im Online-Spenden-Shop der Organisation www.MyGoodShop.org, kann gespendet werden.

Seit der Gründung im Jahr 1993 setzt sich Sternstunden weltweit für Kinder und Jugendliche ein, die krank, behindert oder in Not geraten sind. Auch Sternstunden beschäftigt sich eingehend mit der kritischen Lage der Kinder und Jugendlichen im Krisengebiet. Die Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks legt großen Wert darauf, dass auch in diesem Fall nachhaltig und langfristig zur Verbesserung der Situation der vom Erdbeben betroffenen Kinder und Jugendlichen beitragen werden kann. Daher unterstützt Sternstunden seriöse Einrichtungen, die bereits vor dem Erdbeben in Haiti tätig waren, beim Wiederauf- und ausbau der bereits in den letzten Jahren realisierten Kinderhilfsmaßnahmen.

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