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Staatspräsident besucht nph-Kinderdorf in Haiti

Einweihung der neuen Berufsschule in Tabarre

Der mexikanische Staatspräsidenten Felipe de Jesús Calderón Hinojosa, seine Ehefrau Margarita Zavala und der designierte haitianische Ministerpräsident Laurent Salvador Lamothe besuchten am vergangenen Donnerstag das Kinderdorf von nph haiti in Tabarre, einem Vorort von Port-au-Prince. Sie nahmen an einem Festakt zur Einweihung der Berufsschule ?Franz von Assisi? teil. Felipe Calderón ist derzeit zu einem Staatsbesuch in dem Karibikstaat. Da die Baukosten der Berufsschule von der Mexikanischen Allianz für Haiti, einem Zusammenschluss der mexikanischen Regierung mit Unternehmern, getragen wurden, nutzte der Präsident die Gelegenheit zu einem Besuch im Kinderdorf.

 

?Franz von Assisi? besteht aus drei Gebäudekomplexen: dem Auditorium, den Werkstätten und Übungsräumen sowie den Unterrichtsräumen. Die Anlage ist für 240 Schülerinnen und Schüler ausgelegt. Das aktuelle Schuljahr hat am 10. April begonnen. Derzeit lernen 175 Berufsschülerinnen und -schüler in den Ausbildungslehrgängen Telekommunikation, Krankenpflege, Wasserinstallation und einer kombinierten Ausbildung zum Bau- und Solarexperten. Einige der Berufsschüler sind bei nph haiti aufgewachsen. Andere stammen aus armen Verhältnissen und hätten ohne die Berufsschule schlechte Zukunftsperspektiven.

 

Das Lehrkonzept wurde in Zusammenarbeit mit World ORT erarbeitet, einer jüdischen Organisation, die sich in vielen Ländern der Welt für verbesserte Bildungs- und Ausbildungschancen einsetzt. Das Prinzip der Berufsschule ist einfach: Bildung für Beschäftigung. Dementsprechend werden in der Schule ?Franz von Assisi? Ausbildungsberufe angeboten, die im Land stark gefragt sind. Neben dem theoretischen Lehrstoff vertiefen die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen in Praktika. Bei Abschluss der Ausbildung erhalten sie ein Zertifikat, das ihnen einen vielversprechenden beruflichen Werdegang ermöglicht. World ORT trägt auch die Hälfte der Unterhaltskosten der Schule für zwei Jahre. Die Gesamtkosten belaufen sich auf knapp 270.000 Euro pro Jahr. Die Dharma Drum Mountain (DDM), eine taiwanesische Wohltätigkeitsorganisation, die sich für benachteiligte Menschen einsetzt, wird die andere Hälfte der Unterhaltskosten tragen, da auch sie überzeugt sind vom Konzept der Schule und ihrem Mehrwert für Haiti.

 

nph haiti ist Teil von nuestros pequeños hermanos (nph). Das international tätige Kinderhilfswerk wurde 1954 von Padre William Wasson gegründet. In den elf Kinderdörfern der Organisation in Mexiko, Honduras, Haiti, Nicaragua, Guatemala, El Salvador, der Dominikanischen Republik, Peru und Bolivien leben derzeit 3.500 Mädchen und Jungen wie in einer großen Familie. Mehr als 250.000 Menschen erhalten darüber hinaus humanitäre und medizinische Hilfe. Auch in Deutschland hat die Organisation einen Sitz: nph deutschland ist seit 1984 in Karlsruhe beheimatet.

 

In Haiti ist nph seit 1987 tätig. Das Kinderhilfswerk unterhält dort zwei Kinderdörfer, Schulen, Ausbildungswerkstätten sowie medizinische und therapeutische Einrichtungen. Das Kinderkrankenhaus ?St. Damien? und das Physiotherapie- und Rehabilitationszentrum ?Kay St. Germaine? gehören zu den modernsten Einrichtungen in Haiti.

 

Hilfe braucht Helfer: Die Finanzierung der Kinderdörfer und Projekte von nph geschieht vorwiegend durch private Spenden. Deshalb ist die Organisation auf Freunde, Förderer und wohltätige Menschen angewiesen. Spenden erbittet die Organisation auf Konto 12 000 bei der Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 000.

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