Aktuell

Spenden zeigen Wirkung

Trinkwasser, Essen, Medizin und Seuchen-Aufklärung für die ärmste Bevölkerung

Port-au-Prince/Karlsruhe. Die vielen Spendengelder zeigen große Wirkung in Haiti: Das Hilfswerk ?Unsere kleinen Brüder und Schwestern e.V.? verteilt an die Not leidende Bevölkerung täglich 5.000 frischgebackene Brötchen, sauberes Trinkwasser und klärt die Menschen auf, wie Seuchen verhindert werden können. Auch die Suche der Organisation nach personeller Unterstützung für das Krankenhaus in Haiti war erfolgreich. Der aus Uetze/Niedersachsen stammende Krankenpfleger Jan Weber ist gemeinsam mit der Krankenschwestern Nunja Pilz seit Donnerstag Nacht im Krankenhaus ?St. Damien? im Einsatz. Heike Needham aus Wachtberg reist heute ins Kinderkrankenhaus. Am Samstag werden weitere Deutsche von ?Unsere kleinen Brüder und Schwestern e.V.? entsendet, um in Haiti zu helfen. Die meisten von ihnen haben schon früher im Krankenhaus von ?Unsere kleinen Brüder und Schwestern? auf Haiti mitgearbeitet und können daher besonders wirkungsvolle und schnelle Hilfe leisten.

 

Zwei Stunden Schlaf, dann stand die erste Nachtschicht im Krankenhaus ?St. Damien? für die neu angekommenen Krankenpfleger an. Viel Zeit zum Ausruhen hatten sie nach der langen Reise über die Dominikanische Republik ins Krisenzentrum Port-au-Prince nicht. Die Suche von ?Unsere kleinen Brüder und Schwestern e.V.? nach Unterstützung durch medizinisches Personal war erfolgreich. Am Wochenende werden die Apothekerin Dagny Henning aus Hamburg sowie der Krankenpfleger Petr Zemlicka und die Krankenschwester Kathrina Edenharter aus Neumarkt/Bayern nach Haiti ausreisen. Insgesamt sind bereits über 80 Katastrophen-Freiwillige aus verschiedenen Ländern für ?Unsere kleinen Brüder und Schwestern? in Haiti im Einsatz.

 

Ein medizinisches Team der internationalen Hilfsorganisation konnte gestern erstmals vom stark frequentierten Krankenhaus ?St. Damien? zu einer der vielen Notunterkünfte im Stadtgebiet von Port-au-Prince gelangen. Der deutsche Arzt Peter Tinnemann berichtet: ?Sie haben kein Essen, kein Wasser, keine sanitären Anlagen und keine medizinische Versorgung. Diese Camps sind eine große Herausforderung für alle Organisationen.? Das Team verarztete rund 40 Menschen und gab wichtige Hinweise, wie die Gefahr von Seuchen gebannt werden kann.

 

Vor dem Erdbeben lieferte ?Unsere kleinen Brüder und Schwestern? täglich 80.000 Liter Trinkwasser zu den ärmsten Menschen in den Slums von ?Cité Soleil? ? kurz nach dem Erdbeben wurde die Verteilung von Trinkwasser wieder gestartet. Die Zahl der einheimischen Mitarbeiter des ?St. Luke?-Programms der Organisation, die sich um die ärmste Bevölkerung kümmern, ist inzwischen auf 400 angestiegen. Unsere 200 haben Freunde und Verwandt mobilisiert, um ehrenamtlich zu helfen. Das ist ein Fokus der Strategie, mit der das Hilfswerk in Haiti arbeitet: Hand in Hand mit der einheimischen Bevölkerung. Außerdem ging es immer darum, Arbeitsplätze zu schaffen und jungen Menschen die Erlernung eines handwerklichen Berufs zu ermöglichen. Gerade jetzt zeigt diese Strategie Wirkung: In der Bäckerei des Berufsausbildungszentrums ?St. Franziskus? werden täglich 5.000 Brötchen gebacken und an die Bevölkerung verteilt. ?Es ist wie ein Wunder, so einen wundervollen Duft zu riechen? berichtet ein Mitarbeiter, der in den letzten Tagen meist den süßlichen Verwesungsgeruch in der Nase hatte. Neben der Bäckerei gibt es eine Werkstatt, die Betonsteine herstellt, die für den Wiederaufbau immens wichtig sein werden.

 

Spenden werden erbeten auf das Konto Nr. 12 000 bei der Sozialbank Karlsruhe, BLZ 660 205 00, Stichwort "Erdbeben Haiti" oder nutzen Sie das Online-Spendenformular unseres Spenden-Shops MyGoodShop.org und machen Sie eine

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