Staatspraesident_Haiti_Jovenel_Moise_-_mitte.jpg
Aktuell

Solarenergie: Haitis Präsident besucht Solar Smart Grid in Tabarre

Große Aufregung gab es vor kurzem bei nph in Haiti: Der Staatspräsident Jovenel Moise kam höchstpersönlich, um die größte und modernste Solaranlage Haitis zu besichtigen.

Er kam, sah und staunte nicht schlecht: Haitis Präsident Jovenel Moise besuchte Anfang März nph haiti, um die Photovoltaik Anlage in Tabarre zu besichtigen. Das „Solar Smart Grid Tabarre“ gilt als Modellprojekt gelungener Entwicklungszusammenarbeit und wurde bereits Ende 2016 mit dem Europäischen Solarpreis ausgezeichnet.

Mit der neuen 450-Kilowatt-Anlage, die im Sommer 2017 eingeweiht wurde, speist nph die gesamte Stromversorgung aller Einrichtungen während der Sonnenstunden zu 100% aus Solarenergie. Überschüssige Energie wird in Batterien gespeichert, auf die in der Nacht und bei zu geringer Sonneneinstrahlung zugegriffen wird.


Haitis Präsident Jovenel Moise (Rechts) staunte nicht schlecht, bei seinem Besuch des Solar Smart Grid in Tabarre.

Große Einsparungen und Umweltschutz

Möglich wurde das Projekt dank der Zusammenarbeit mit den Solarexperten der Biohaus-Stiftung. Seit 2012 stehen Willi Ernst, Gründer der Stiftung und sein Team nph tatkräftig zur Seite. Mit dem Solar Smart Grid spart nph aufgrund des entfallenden Treibstoffs für Dieselgeneratoren jährlich Energiekosten in Höhe von umgerechnet rund 250.000 Euro. Gleichzeitig kommt das der Umwelt zugute, denn es werden auch 2.000 Tonnen CO2 eingespart.

Präsident setzt auf erneuerbare Energien

Erneuerbare Energie ist der Hoffnungsträger für Haitis Zukunft. Davon ist auch der seit knapp über einem Jahr amtierende Präsident überzeugt. Sein ehrgeiziges Projekt ist es, die Energie-Misere Haitis zu beenden und das Land innerhalb von zwei Jahren komplett zu elektrifizieren. Mit Hilfe von sauberem Strom aus Solarenergie soll das möglich sein.

Der Präsident freute sich besonders, daß die größten Teile der PV-Anlage bei nph von jungen Haitianern gebaut worden sind und heute technisch betreut werden. „Dieses Anlagenkonzept brauchen wir in vielen Gegenden und Städten Haitis“, zeigte er sich überzeugt, „und dazu brauchen wir einheimische Solartechniker, um endlich aus der Abhängigkeit vom Ausland weg zu kommen.“


Die jungen Solartechniker der Schulfirma START posieren stolz mit dem Präsidenten (mitte).

Solartechniker für Haitis Unabhängigkeit

In der Berufschule der nph-Schwesterorganisation St. Luc wurde mit Hilfe der Biohaus-Stiftung ein Ausbildungsgang zum Elektro- und Solartechniker geschaffen. In der Folge wurde von Absolventen der Berufsschule die Schulfirma START gegründet, die nun landesweit Solaranlagen installiert und so zum Auf- und Ausbau der Solarbranche in Haiti beiträgt.

Klimafreundliche Entwicklung

Durch die Einsparung der Energiekosten kann nph wiederum in anderen Bereichen investieren. Medizinische und pädagogische Programme, die Arbeitsplätze schaffen, werden ausgeweitet. Es können künftig rund 85.000 Kinder, Frauen und Männer von der medizinischen Grundversorgung profitieren. Die Bildungsqualität für rund 4.500 Kinder und Jugendliche wird verbessert.

Mit dem Umstieg auf erneuerbare Energien wurde außerdem ein wichtiger Beitrag zur klimafreundlichen Entwicklung Haitis geleistet.

Solarstrom für Haiti

Solarmodule tragen dazu bei, langfristig die Stromversorgung zu garantieren und Kosten zu senken
31.08.2017

Professionelle Entwicklungszusammenarbeit im Bereich der Solarenergie

nph deutschland e. V. veranstaltete erste Solarkonferenz in Haiti
17.03.2017

Umweltminister Franz Untersteller würdigt das preisgekrönte Solarprojekt von nph deutschland

Franz Untersteller, Baden-Württembergs Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft besuchte das Kinderhilfswerk nph deutschland in Karlsruhe. Sein Interesse galt dem zukunftsweisenden Solarprojekt, das nph deutschland in Haiti implementiert hat und weiterhin erfolgreich ausbaut.