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Schule hat begonnen

Unsere Kinder in El Salvador müssen ab heute wieder in die Schule ... einige zum ersten Mal

Heute morgen mussten wir alle wieder früh aufstehen, um 5.00 Uhr und nicht mehr erst gemütlich um 7.00 Uhr, wie in den Ferien üblich. Das war nicht einfach, aber trotzdem waren bald alle hellwach. Heute war Schulbeginn nach den Ferien für unsere Heimkinder in El Salvador.

 

Nach einem guten Frühstück gefolgt von kleinen Aufgaben im Haushalt, die von einem für solche ersten Tage typischen aufgeregtem Geschnatter begleitet waren, stellten sich die Kinder auf (nach über einem Monat zum ersten Mal wieder in ihren Schuluniformen). Dann marschierten sie aus dem Haus heraus auf den Spielplatz.

 

Dort trafen sich Jungen und Mädchen und stellten sich nach Klassenstufen auf - von den Jüngsten in der ersten Klasse bis zu den Jugendlichen in der neunten. Jeder versuchte, sich nichts anmerken zu lassen, aber die Aufregung lag spürbar in der Luft ebenso wie die unausgesprochene Frage: "Was wird in diesem Jahr wohl auf mich zukommen?"

 

Als sich alle versammelt hatten, wurden sie offiziell von der Schulleiterin Liliana Guemán de Lizarde begrüßt (liebevoll "Maestra Lili" genannt). Sie erklärte, "Eine Schule ohne Schüler ist ohne Leben" und versicherte ihnen, dass man sie sehr vermisst habe.

 

Nach einem Gebet und den offiziellen Bekanntmachungen gab es noch Zeit für ein bisschen Spaß - Spiele wie Schildkrötenrennen, Luftballons platzen lassen und Mehlpusten - bevor die Kinder in ihre jeweiligen Klassen gingen.

 

Während die meisten Kinder in dieser Woche also wieder in ihren Schulalltag zurück finden, warten unsere kleinsten und neuesten Heimkinder (verschiedenen Alters) immer noch gespannt auf ihren ersten Schultag. Für sie beginnt der Unterricht erst am 5. Februar, damit jedes Kind getestet und in die passende Klasse eingestuft werden kann.

 

Das Schuljahr verspricht so schwungvoll weiter zu gehen, wie es begonnen hat. Maestra Lili hat den Schülern versprochen, dass sie nach dem Unterricht, den kulturellen und gemeinschaftlichen Aktivitäten und den Sportveranstaltungen, die für dieses Jahr geplant sind, am Ende "sehr müde, aber auch sehr stark" sein werden - sowohl körperlich als auch geistig.

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