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Schlangen vor dem Krankenhaus in Tabarre

Viele Schwerverletzte suchen nach medizinischer Hilfe

Schlangen vor dem Krankenhaus in Tabarre

Viele Schwerverletzte suchen nach medizinischer Hilfe

 

Die Mediziner im Kinderkrankenhaus ?St. Damien? behandeln seit Dienstag zahlreiche Opfer des Erdbebens. ?Ich war am Dienstag für einige Stunden im Krankenhaus und in dieser Zeit wurden viele Menschen mit schweren Verletzungen eingeliefert. Auch gestern sind zahlreiche Schwerverletzte im Krankenhaus behandelt worden. Unsere Ärzte und Krankenschwestern arbeiten sehr hart und geben ihr Bestes, die schwierige Situation zu bewältigen? sagt Gena Heraty, die Leiterin der Behinderteneinrichtungen des Hilfswerks ?Unsere kleinen Brüder und Schwestern?, Karlsruhe. Die Organisation hat bereits gestern 400.000 US-Dollar als Nothilfe bereitgestellt, damit lebensrettende Maßnahmen wie die Bergung der Opfer starten können. Bislang graben viele Haitianer mit bloßen Händen nach ihren Angehörigen. Im eingestürzten Behindertenzentrum der Organisation in Pétionville wurde zwischenzeitlich das erste Todesopfer geborgen, ein junger Amerikaner. Die Schwester des Toten konnte lebend geborgen werden und befindet sich in medizinischer Behandlung.

 

Nach wie vor treffen die Meldungen aus Haiti nur sehr spärlich ein. Das ganze Ausmaß der Katastrophe wird sich erst in den kommenden Tagen und Wochen zeigen. Viele Gebäude wurden durch das Erdbeben beschädigt. Auch das Kinderkrankenhaus von ?Unsere kleinen Brüder und Schwestern? in Tabarre weist Risse auf und wurde aus Sicherheitsgründen geräumt. Erst wenn die Einsturzgefahr gebannt ist, dürfen die Patienten wieder in den Krankenzimmern behandelt werden. Die Verletzten werden derzeit im Freien und unter Zeltplanen versorgt.

 

Seit Dienstag sind 200 Mitarbeiter der Organisation im humanitären Dauereinsatz. Wichtig für die Menschen in Haiti ist nun die Versorgung mit sauberem Wasser und Lebensmitteln. Wenn die Infrastruktur es zulässt, wird der Tanklastwagen von ?Unsere kleinen Brüder und Schwestern? die Bewohner der Slums von Port-au-Prince wie bisher mit 80.000 Liter sauberem Wasser täglich beliefern. Mit dem Zugang zu sauberem Wasser soll einer Epidemie vorgebeugt werden. Soeben erreichte das Kinderhilfswerk eine Email von Pater Frechette, mit der Bitte schnell medizinische Hilfsgüter zu schicken. Gebraucht werden Verbandsmaterial, Infusionen und Antibiotika. In diesem Bereich arbeitet die Organisation eng mit dem Medikamentenhilfswerk action medeor zusammen.

 

?Unsere kleinen Brüder und Schwestern? leistet seit 1988 in Haiti humanitäre Hilfe. Das Hilfswerk unterhält in dem Karibikstaat ein Kinderdorf, ein Kinderkrankenhaus, sowie Therapie- und Rehabilitationseinrichtungen. Das Behindertenzentrum in Pétionville, in dem Therapieräume, Büros, die Verwaltung sowie die Freiwilligenunterkünfte untergebracht sind, ist während des Erdbebens zerstört worden. Noch suchen die Helfer in den Trümmern nach Überlebenden.

 

Spenden werden erbeten auf das Konto Nr. 12 000 bei der Sozialbank Karlsruhe, BLZ 660 205 00, Stichwort "Erdbeben Haiti" oder nutzen Sie das Online-Spendenformular unseres Spenden-Shops MyGoodShop.org und machen Sie eine

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