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Schauspielerinnen besuchten Slums von Haiti

Mit ?Schulen für Haiti? helfen deutsche Schüler ihren Altersgenossen in den Slums

Bildung ist in vielen Ländern der Erde der Schlüssel zu Erfolg und Karriere. So auch in Deutschland, wo Eltern viel Wert auf eine fundierte Ausbildung ihrer Kinder legen, erhöht sie doch die Chance auf eine erfolgreiche berufliche Karriere. Doch während hierzulande der Schulbesuch kostenlos ist, müssen Eltern in Haiti für jedes Kind Schulgeld bezahlen. Und das in einem der ärmsten Länder der Welt, in dem rund 80 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze leben und 50 Prozent der Menschen mit weniger als einem Euro am Tag auskommen müssen. Ein Schulbesuch bleibt für jedes zweite Kind in Haiti ein Wunschtraum.

 

Bildung kann ein Schlüssel aus der Armut sein. Das wissen die beiden Schauspielerinnen Alissa Jung und Janin Reinhardt. Um Kindern in Haiti eine Chance auf ein besseres Leben zu eröffnen, haben sie, zusammen mit dem Kinderhilfswerk ?Unsere kleinen Brüder und Schwestern e. V.?, die Aktion ?Schulen für Haiti? ins Leben gerufen. Schüler in ganz Deutschland sind aufgefordert, durch pfiffige Aktionen wie Charity-Parties, Fußballturniere oder Kuchenverkäufe Gelder für ihre Altergenossen in den Slums der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince zu sammeln. Mit den Spendengeldern soll der Unterhalt der beiden Straßenschulen ?Fond Peje? und ?Mixte de la Grace? bestritten werden, die in Wharf Jeremie, einem der ärmsten und gefährlichsten Elendsviertel der Hauptstadt liegen. Dort lernen mehr als 600 Schülerinnen und Schüler Lesen, Schreiben und Rechnen.

 

Im November besuchten Jung und Reinhardt Haiti. ?Wir haben viel Leid und Armut gesehen, aber mittendrin auch so viele wunderschöne Situationen erlebt. Der Besuch in unseren beiden Straßenschulen war für mich eines der beeindruckendsten Erlebnisse. Mitten in den Slums, im Nichts, lernen Kinder Lesen und Schreiben und das mit einer solchen Freude?, schildert Alissa Jung ihre Eindrücke. Und Janin Reinhardt ergänzt: ?Es war schön in die vielen Kinderaugen schauen zu können, die dank ?Unsere kleinen Brüder und Schwestern? und ?Schulen für Haiti? die Chance auf Struktur, Bildung und damit Zukunft für ihr Leben bekommen.?

 

?Schulen für Haiti? geht bereits in die zweite Runde. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler hatten sich im Rahmen der ersten Aktion von November 2008 bis März 2009 für die bildungshungrigen Kinder in Haiti stark gemacht und durch Aktionen rund 20.000 Euro gesammelt. Nun gilt es, diesen Betrag noch zu toppen, denn für den jährlichen Unterhalt der beiden Straßenschulen ?Fond Peje? und ?Mixte de la Grace? in Wharf Jeremie, werden rund 30.000 Euro benötigt.

 

Unter den Schulen, die sich zuerst auf der Homepage www.schulen-fuer-haiti.de anmelden, werden Jung und Reinhardt fünf auswählen, an denen sie eine Unterrichtsstunde zum Thema Haiti durchführen werden. Darüber hinaus gibt es für die Schüler ein weiteres Dankeschön. Der Musiker Max Mutzke ist von ?Schulen für Haiti? so begeistert, dass er anbot, an einer der teilnehmenden Schulen ein exklusives Schulkonzert durchzuführen. Ende Mai, zum Abschluss der zweiten Runde von ?Schulen für Haiti? wird die Gewinnerschule ausgelost. Das Schulkonzert findet dann am Ende des Schuljahres 09/10 statt.

 

?Unsere kleinen Brüder und Schwestern e. V.? hat neben den Straßenschulen in Haiti ein Kinderdorf gegründet, in dem derzeit knapp 350 Jungen und Mädchen leben. Daneben unterhält das Hilfswerk in dem Karibikstaat ein Kinderkrankenhaus, Therapieeinrichtungen und berufliche Werkstätten. ?Unsere kleinen Brüder und Schwestern? ist in insgesamt neun Ländern in Lateinamerika tätig. Das Kinderhilfswerk hat ein Sonderkonto zur Aktion eingerichtet. Spenden sind möglich auf das Konto 87 47 004, BLZ 660 205 00 bei der Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe. Weitere Informationen unter www.schulen-fuer-haiti.de

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