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Aktuell

Sauberes Wasser für Haitianer

Europäische Brunnengesellschaft unterstützt Brunnenbau in Port-au-Prince

Die Erde gilt gemeinhin als ?blauer Planet?. Mehr als 70 Prozent der Erdoberfläche ist mit Wasser bedeckt. Doch nur ein Bruchteil davon ist Süßwasser und damit zum Trinken geeignet. Insbesondere in Entwicklungsländern haben Menschen oft keinen Zugang zu sauberem Wasser. Der akute oder chronische Wassermangel behindert die landwirtschaftliche Produktion und der Verzehr von verunreinigtem Wasser führt bei vielen Menschen zu Krankheiten. In Haiti ist die Situation besonders dramatisch. Der Zugang zu sauberem Wasser war schon vor dem Erdbeben im vergangenen Januar schwierig. Durch das Erdbeben und den Ausbruch der Cholera im Oktober letzten Jahres hat sich die Situation noch einmal verschärft. Zum Weltwassertag am 22. März 2011 gibt UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN | nph haiti den Startschuss für ein Projekt, das ganz zum diesjährigen Motto ?Wasser für urbane Räume? passt. Durch die großzügige Unterstützung der Europäischen Brunnengesellschaft ist es gelungen, ein Projekt zu finanzieren, das die Wasserversorgung für Tausende von Menschen in den Armenvierteln von Haitis Hauptstadt Port-au-Prince deutlich verbessern wird.

 

Seit vielen Jahren liefern die Mitarbeiter von UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN | nph haiti Trinkwasser an die Einwohner von ?Cité Soleil? und andere Slums der Hauptstadt. Je zwei Mitarbeiter des Teams fahren bis zu sechs Mal täglich mit einem großen Wasser-Tanklaster in die Armenviertel und geben das Leben spendende Wasser kostenlos an die Bevölkerung ab. Das ist notwendig, weil es in den Slums von Port-au-Prince keine öffentliche Wasserversorgung gibt. So ist die Bevölkerung auf Händler angewiesen, die Trinkwasser teuer verkaufen. Dieses Wasser können sich die meisten Slumbewohner nicht leisten, denn sie leben in der Regel in absoluter Armut und müssen mit rund 70 Cent am Tag auskommen. Ohne die Hilfe durch den Wasserlaster von UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN | nph haiti müssten die Menschen deshalb verseuchtes und schmutziges Wasser trinken. Bei der gegenwärtigen Gefahr durch die Cholera ist das lebensgefährlich.

 

Der jetzt gestartete Bau eines eigenen, leistungsfähigen Brunnens wird das Team von UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN | nph haiti in die Lage versetzen, die Trinkwasserlieferungen schon bald auszudehnen. Es kommt damit dem vermehrten Bedarf nach, der auch mehr als ein Jahr nach dem Erdbeben vom 12. Januar 2010 noch nicht ausreichend gedeckt ist.

 

Statt mit zwei Wasserlastern werden die Mitarbeiter der Hilfsorganisation schon bald mit drei Fahrzeugen in die Zeltstädte und Slums zu fahren. Neben der Trinkwasserlieferung wird dadurch auch die Wasserversorgung der sanitären Anlagen sichergestellt, die UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN | nph haiti mit Hilfe der Bewohner errichtet hat. Auch dieser Teil der Wasserlieferung stellt eine wichtige Vorsorge gegen neue Cholera-Erkrankungen dar.

 

Mit der Inbetriebnahme des eigenen Brunnens können die Mitarbeiter von UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN | nph haiti künftig viel Zeit sparen, die sie bislang an den öffentlichen Abfüllstationen in der Warteschlange verloren haben. Darüber hinaus spart das Hilfswerk auch erhebliche Finanzmittel, denn die Kosten für die Füllung der Tanklaster werden dann entfallen.

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