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Mitarbeiter des Karlsruher Kinderhilfswerks besuchen Elendsviertel in Haiti

Der Nationaldirektor Pater Richard Frechette begleitet die deutschen Mitarbeiter ins Elendsviertel "Cité Soleil"

Die Senatswahlen in Haiti am 19. April sind überraschend glimpflich abgelaufen. Anhänger des ehemaligen Präsidenten Jean-Bertrand Aristide hatten zu Demonstrationen und Straßenblockaden aufgerufen, weil dessen Partei auf Grund eines seit 2004 bestehenden Verbotes nicht zu den Wahlen zugelassen war. Während es in der Hauptstadt Port-au-Prince weitgehend ruhig blieb, kam es im Umkreis zu Tumulten. Das bestätigen zwei Mitarbeiter von ?Unsere kleinen Brüder und Schwestern?, die sich in den letzten beiden Wochen ein Bild von den aktuellen wirtschaftlichen, sozialen und politischen Bedingungen vor Ort machten.

Haiti ist eines der ärmsten Länder der Welt, in dem Not, Hunger und Gewalt an der Tagesordnung liegen. Dementsprechend sind die Schilderungen

von Olivia Weiß-Sester und Heiko Seeger von Bestürzung und Entsetzen geprägt. Sie begleiteten den Nationaldirektor unseres Kinderhilfswerks in Haiti, Pater Richard Frechette, in das Elendsviertel Cité Soleil in Port-au-Prince, Haitis Hauptstadt. ?Es ist nicht zu fassen, in welcher Armut hier rund zwei Millionen Menschen leben müssen. Ich habe mittlerweile schon einiges gesehen, doch Cité Soleil spottet jeder Beschreibung. Eine ?Stadt der Sonne? ? so die deutsche Übersetzung des Stadtnamens ? ist die Ansiedlung keinesfalls?, so Seeger. ?Unsere kleinen Brüder und Schwestern? setzt sich für Not leidende und kranke Kinder ein. In unserem haitianischen Kinderdorf beherbergen wir momentan 450 Kinder und Jugendliche. Dort leben diese jungen Menschen in einer großen, liebevollen Familie und erhalten eine zukunftsgerichtete Ausbildung. Sie können den Kindern Haitis mit einer Spende helfen: Konto 12 000, BLZ 660 205 00, Sozialbank Karlsruhe, Stichwort: ?Not in Haiti?.

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