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Max Mutzke rockt an der Grundschule in Hamm/Sieg

Schauspielerinnen Alissa Jung und Janin Reinhardt lösen Versprechen ein

Soziales Engagement zahlt sich aus. Diese Erfahrung machten heute die mehr als 500 Schülerinnen und Schüler, ihre Lehrer und Eltern der Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Grundschule in Hamm/Sieg. Sie hatten sich an der Aktion ?Schulen für Haiti? beteiligt, die im vergangenen Dezember von Alissa Jung und Janin Reinhardt zusammen mit dem Karlsruher Kinderhilfswerk UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN ins Leben gerufen wurde. Ziel der bundesweiten Spendenaktion war es, eine Schule für 500 Straßenkinder in Haiti zu bauen. Mit Waffelverkäufen, Tanzworkshops und Kinderdisco hatten die Grundschüler in Hamm rund 2.100 Euro für ihre Altersgenossen in Haiti gesammelt. Als Belohnung erhielten sie nun ein exklusives Konzert mit Max Mutzke. Auch Alissa Jung und Janin Reinhardt waren vor Ort, um sich persönlich bei den Kindern für ihr Engagement zu bedanken.

 

Mit großem Jubel begann um 12:00 Uhr das rund einstündige Konzert in der Turnhalle der Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Grundschule. Mutzke spielte viele seiner Ohrwürmer, darunter ?Can?t Wait Until Tonight?, mit dem er 2004 beim Eurovision Song Contest für Deutschland den achten Platz belegt hatte. Auch die mehr souligen Hits aus seinem aktuellen Album ?Black Forest? begeisterten die kleinen Zuhörer. Während der Autogrammstunde strahlten die Kinderaugen weiter. ?Stars zum Anfassen kommen selten nach Hamm?, sagte der neun-jährige John Mulitze, der selbst aus Haiti stammt.

 

Ausschlaggebend für das soziale Engagement der Grundschüler waren die Informationen über Haiti und der Wunsch zu helfen. ?Als Schwerpunkt-Schule sind wir ohnehin sozialem Engagement verpflichtet?, sagte Jürgen Kessler, Direktor der Schule. Haiti zählt zu den ärmsten Ländern der westlichen Hemisphäre. Der Großteil der Haitianer muss von weniger als einem Euro am Tag leben. Jeder zweite Mensch in Haiti kann weder schreiben noch lesen.

 

Die Aktion ?Schulen für Haiti? ermöglicht 500 Kindern in den Slums nahe Port-au-Prince, der Hauptstadt Haitis, den Besuch einer Schule. Die Kinder sollen dort auch eine warme Mahlzeit ? oft die einzige am Tag ? erhalten. UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN hat neben dem eigenen Kinderdorf bereits 18 Schulen in den Elendsvierteln von Port-au-Prince aufgebaut, in denen mehr als 4.000 Kinder Lesen, Schreiben und Rechnen lernen. ?Bildung ist für die Bewohner Haitis ein Schlüssel aus der Armutsfalle. Deshalb haben wir unsere Aktion ins Leben gerufen und wollen sie auch weiterführen?, so Alissa Jung und Janin Reinhardt. Jung besuchte im letzten Jahr ihre beiden Patenkinder im Heim des Kinderhilfswerks in Haiti. In Begleitung des Nationaldirektors der Organisation, Pater Richard Frechette, hatte die Schauspielerin auch Cité Soleil besucht und war erschüttert von der Armut, in der die Menschen leben müssen.

 

Dank der sozialen Einsatzbereitschaft und der Kreativität aller bundesweit beteiligten Schulen, steht nun das Startkapital von knapp 20.000 Euro für den Bau der Slumschule zur Verfügung. Weitere Spenden sind notwendig, um Schulbänke und Stühle, Lehrergehälter und Unterrichtsmaterialien zu kaufen. Daher geht ?Schulen für Haiti? ab September in die nächste Runde. Im Oktober planen Mutzke, Jung und Reinhardt eine gemeinsame Reise nach Haiti, um sich vor Ort ein Bild über die aktuelle Situation zu verschaffen und auszuloten wo weitere Hilfe möglich ist.

 

UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN hat ein Sonderkonto für die Aktion ?Schulen für Haiti? eingerichtet: Konto 87 470 04, BLZ 660 205 00 bei der Sozialbank Karlsruhe, Stichwort: "PR-Schulen für Haiti". Weitere Informationen zur Aktion im Internet unter www.schulen-fuer-haiti.de.

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