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Katholische Frauengemeinschaft bekämpft Not in Haiti

Vortrag in der St. Laurentius Kirche in Göcklingen

?Die Not in Haiti ist unvorstellbar groß, deshalb freuen wir uns über jeden, der mithilft, dass die Menschen dort überleben können?, sagt Olivia Weiß-Sester, Mitarbeiterin des Kinderhilfswerks ?Unsere kleinen Brüder uns Schwestern e.V.? Auf Einladung der katholischen Frauengemeinschaft Göcklingen wird die 28-jährige, am kommenden Dienstag, 22. September 2009, einen Vortrag über das Leben und die Armut in Haiti halten. Der Karibikstaat, ist das ärmste Land der westlichen Hemisphäre. Die Veranstaltung findet in der St. Laurentius Kirche in Göcklingen statt und beginnt um 19:00 Uhr. Die katholische Frauengemeinschaft hatte im letzten Jahr 1.991 Euro Spenden gesammelt und dem Kinderhilfswerk für die Not leidenden Menschen in Haiti übergeben.

 

Olivia Weiß-Sester kennt Haiti aus erster Hand durch einen Besuch des Kinderdorfes von ?Unsere kleinen Brüder und Schwestern? im April diesen Jahres. Während ihres Aufenthaltes besuchte sie zusammen mit dem nationalen Leiter der Organisation, Pater Richard Frechette, die Slums von Port-au-Prince, der Hauptstadt Haitis. ?Nie zuvor war ich in so einem armen Land und es ist schwer zu begreifen, unter welchen schrecklichen Bedingungen die Menschen dort leben müssen.?, so Weiß-Sester. Schäbige Hütten, verwahrloste Kinder, verdreckte Straßen und herumstreunende Hunde prägen das Bild der Slums. Fast jeder Zweite ist unter 14 Jahren. Viele dieser Kinder und Jugendlichen wachsen ohne Chance auf ein würdiges Leben auf.

 

Im haitianischen Heim der Organisation leben derzeit rund 600 Kinder und Jugendliche. Sie erhalten in eigenen Grund- und Mittelschulen eine schulische Ausbildung und dürfen einen Beruf erlernen. ?Für uns ist das Hilfe zur Selbsthilfe. Wir ermöglichen unseren Kindern ein Leben mit Perspektiven?, so Weiß-Sester. Zu den Einrichtungen von ?Unsere kleinen Brüder und Schwestern? zählen das Kinderkrankenhaus ?St. Damien de Chateaublond? und das Rehabilitations- und Physiotherapiezentrum ?St. Francois de Tabarre?. Diese Einrichtungen sind in Haiti einzigartig und werden von der Bevölkerung des ganzen Landes genutzt. Darüber hinaus unterstützen sowohl die Kinder als auch die Mitarbeiter der Organisation ihre Not leidenden Nachbarn.

 

Neben dem Kinderdorf in Haiti betreibt die Organisation weitere acht Kinderdörfer in Mexiko, Guatemala, El Salvador, Peru, Bolivien, Honduras, Nicaragua und der Dominikanischen Republik. Derzeit leben rund 3.500 Kinder in den Einrichtungen, mehr als 40.000 Nachbarn erhalten im Rahmen der Nachbarschaftsprogramme Hilfeleistungen.

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