Pucholt GUA1
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Karlsruherin lebte über ein Jahr in Guatemala

Nach dem Abitur engagierte sich die junge Frau für Waisenkinder

Jeder frischgebackene Abiturient steht vor der schwierigen Entscheidung, wie er seine berufliche Zukunft gestalten möchte ? einen Ausbildungsberuf erlernen oder an einer Hochschule studieren? Für die Karlsruherin Kerstin Pucholt war nach dem Abitur klar: ?Ich möchte mich im Ausland sozial engagieren?. So reiste die gebürtige Karlsruherin nach Guatemala, um dort im Kinderdorf der Hilfsorganisation UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN 12 Monate lang mit den Kindern zu leben und zu arbeiten.

 

Die 21-Jährige unterstützte die guatemaltekischen Mitarbeiter und andere freiwillige Helfer als Betreuerin im Kinderdorf des international tätigen Hilfswerks. Das intensive Zusammenleben mit einer Gruppe von 15 Mädchen zwischen sieben und elf Jahren eröffnete ihr einen Einblick in die Kultur und Lebensweise des zentralamerikanischen Landes, der weit über die reine Touristenperspektive hinausgeht. Die offene Art und die unvoreingenommene Herzlichkeit ihrer Schützlinge haben die junge Frau sehr gerührt: ?Die Kinder sind so lebensfroh! Man kann gar nicht anders als sich von der Fröhlichkeit anstecken zu lassen. Das hat mich auf der anderen Seite sehr nachdenklich gestimmt, da die Lebensumstände in Guatemala ganz andere als in Deutschland sind ? ein Großteil der Menschen in dem mittelamerikanischen Staat lebt in bitterer Armut.?

 

Viele der Kinder, die UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN in Guatemala in seine Obhut nimmt, haben bereits schlimme Erfahrungen machen müssen. Guatemala ist nach Brasilien das lateinamerikanische Land mit den größten Unterschieden zwischen Armut und Reichtum. Zugang zu Bildung stellt ein elementares Grundproblem in Guatemala dar: Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung können nicht lesen und schreiben. Das Kinderhilfswerk liefert einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des Landes, indem armen und verlassenen Kindern und Jugendlichen ein Zuhause in der ?größten Familie der Welt? geboten wird. Derzeit leben rund 3.500 Kinder in neun lateinamerikanischen Kinderdörfern, mehr als 300 davon im ?Casa San Andrés? in Guatemala.

 

Die 21-jährige musikalisch begabte Karlsruherin hat viel frischen Wind ins Kinderdorf gebracht, indem sie sich in der Flötengruppe und im Orchester engagiert hatte. ?Es war einfach toll zu beobachten wie schnell ein Kind lernt und sich für Musik begeistern kann?, erzählt Kerstin, zu deren größten Hobbys das Harfe Spielen zählt. Kerstin Pucholt studiert seit März ?Musik- und Bewegungsorientierte Sozialpädagogik? an der Hochschule Regensburg. ?Die gemeinsame Zeit mit den Mädchen im Kinderdorf ist und wird unvergesslich für mich bleiben. Die Erfahrungen, die ich in Guatemala gemacht habe, möchte ich auf keinen Fall missen?, so Kerstin Pucholt. Die Hilfe für Not leidende Kinder, denen auch Pucholt zur Seite stand, wird ausschließlich über Spenden finanziert. Das Deutschlandbüro von UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN befindet sich in Karlsruhe. Im Namen der Kinder bittet das Hilfswerk um Unterstützung. Spenden sind möglich auf das Konto 12 000, BLZ 660 205 00 bei der Sozialbank Karlsruhe, Stichwort: PR-Pucholt.

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