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Jugendliche aus Haiti bei den ?German Friendships?

Vom ärmsten Land der westlichen Erdhalbkugel auf den Bexter Hof

Kekse aus Dreck essen, hoffen, den nächsten Tag zu erleben, mit knapp einem Euro am Tag überleben ? Alltag für viele Tausend Menschen in einem der ärmsten Länder der Welt: Haiti. Aber es gibt auch Inseln der Hoffnung. Die Hilfsorganisation UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN bietet davon mehrere: im Kinderdorf haben rund 600 Mädchen und Jungen ein neues Zuhause gefunden; im so genannten ?Armen-Krankenhaus? werden jährlich über 25.000 Kinder behandelt; in 18 Slum-Schulen lernen über 4.000 Mädchen und Jungen rechnen, schreiben und lesen; im Behindertenheim werden Kinder therapiert. Polento Guerrier (12 Jahre) und Darlene Milord (22 Jahre) sind zwei von ihnen, die vom 28. Juli bis zum 3. August zu Besuch in Herford sind und am Kinderreitturnier ?German Friendships? teilnehmen werden.

 

Darlene und Polento sind schon sehr aufgeregt, da Reisen für Kinder in Haiti einen besonderen Stellenwert haben. Haiti, auf der Insel Hispaniola gelegen, ist das ärmste Land des amerikanischen Kontinents, 80% der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze. Jeder Zweite kann nicht lesen und schreiben. Menschen mit einer Behinderung leiden in Haiti stark unter der Ausgrenzung aus der Gesellschaft. Ursache ist die Verbreitung des Voodo-Kults in Haiti, der behinderte Menschen oftmals als Verfluchte ansieht. Das Kinderhilfswerk UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN nimmt sich den Kindern in Haiti an, die niemanden haben, der sich um sie sorgt. Die Organisation unterhält in dem Halbinselstaat ein Kinderdorf, in dem rund 600 Schützlinge in einer fürsorgenden Umgebung aufwachsen. Die Kinder erhalten in den angegliederten Schulen und Lehrwerkstätten zudem eine zielgerichtete Ausbildung und werden regelmäßig von einem Arzt untersucht. Auch für die umliegende Bevölkerung wird vom Kinderhilfswerk Sorge getragen: In Chateaublônd befindet sich das einzige Kinderkrankenhaus des Landes, das eine kostenlose Behandlung ermöglicht.

Polento und Darlene leben mit einer Behinderung und erhalten im Heim der Organisation eine spezielle medizinische Behandlung, die unter anderem auch das therapeutische Reiten beinhaltet. Gena Heragty, die Leiterin des Rehabilitations- und Physiotherapiezentrums von UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN in Haiti, ist überglücklich, dass zwei ihrer Schützlinge die Möglichkeit erhalten, Deutschland zu besuchen und dort mit anderen Kindern aus aller Welt zusammentreffen werden. Darlene leidet an Hemiplegie ? eine Körperhälfte ist gelähmt, auch Lernverzögerungen bereiten ihr Schwierigkeiten. Polento hat keine körperliche Behinderung, doch auch er leidet unter Lernverzögerungen.

 

Die zwei jungen talentierten Reiter nahmen bereits in den USA an einem Reitturnier teil und begeisterten alle anderen Teilnehmer und Besucher mit ihrem Charme und ihrer Liebenswürdigkeit. Ihre Therapie findet wöchentlich in einem Zentrum für Therapeutisches Reiten in Chateaublônd in der Nähe des Kinderdorfs in Haiti statt. Die Leiterin dieser Einrichtung, Romy Tschudi, machte den Deutschland-Besuch Heragtys und ihrer beiden Schützlinge möglich.

 

Zum sechsten Mal findet seit 1999 vom 27. Juli bis zum 2. August das internationale Kinderreitturnier ?German Friendships? auf dem Bexter Hof in Herford statt. Das Turnier steht ganz im Zeichen der internationalen Freundschaft, dementsprechend lautet das Motto ?Freundschaft, nicht Wettbewerb?. Die beiden Jugendlichen aus dem Kinderdorf des Hilfswerks UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN in Haiti werden am 1. August in Herford ihre Reitkünste unter Beweis stellen.

 

Ihr Ansprechpartner: Jan Uekermann (vor Ort in Herford vom 29.7. ? 1.8.)

 

E-Mail: jan.uekermann@nphamigos.de

Telefon: 0721 / 35 44 0-160

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