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Aktuell

Im Einsatz für die ärmsten Kinder Haitis

Das St. Lukas Projekt unterhält Schulen in den Slums von Port-au-Prince

St. Lukas ist der Schutzpatron der Ärzte und Chirurgen. Nach ihm benannt ist unser soziales Hilfsprojekt in dem ärmsten Land der westlichen Hemisphäre, Haiti.

 

Dieses Programm wurde im Jahr 1999 von Pater Rick Frechette gegründet, dem Direktor von NPFS Haiti, als Reaktion auf die Not, die er in den Slums und auf den Straßen sah. Während er sich um die Kranken und Sterbenden kümmerte, wurde ihm die traurige Realität bewusst, die unsere Jugendlichen erwartete, wenn sie unser Heim verließen und auf sich allein gestellt sein würden.

 

"Wenn wir unseren Kindern nicht dabei helfen, sich in die Gesellschaft zu integrieren, haben wir versagt. Wir müssen nach Lösungen suchen, um den ärmsten Kindern zu helfen und gleichzeitig den Jugendlichen, die unser Heim verlassen, eine Arbeitsmöglichkeit zu geben, die Würde und Mitgefühl mit einschließen", erklärte Pater Rick. Wegen des immensen Bedarfs in den Bereichen Gesundheitsfürsorge, Bildung und humanitärer Hilfe hat sich St. Lukas zu einem vielseitigen Programm entwickelt, das täglich tausenden von Menschen hilft. Dieses soziale Projekt bietet auch über 130 jungen Erwachsenen, die in unserem Heim aufgewachsen sind, eine Anstellung, neben 190 weiteren Mitarbeitern.

 

Im Bereich Bildung ist die Hauptaufgabe der Unterhalt von Straßenschulen in den ärmsten Slums von Port-au-Prince.

 

Nur wenig mehr als die Hälfte aller haitianischer Kinder im Grundschulalter besuchen eine Schule. Weniger als 2 Prozent beenden eine weiterführende Schule. Quelle: UNICEF.

 

"Jedes Kind zählt" ist der Name des Projektes, zu dem die 18 Grundschulen gehören, die St. Lukas unterhält und die sich in verschiedenen Stufen des Aufbaus befinden. Eine Schule besteht aus einem Wellblechgebäude mit Schulbänken und einem Lehmfußboden, eine andere ist ein festes Gebäude mit sicherem Dach und zahlreichen Klassenzimmern. Alle Entscheidungen, die diese Schulen betreffen, trifft ein Leitungskommitte. Im letzten Jahr waren 4500 Kinder als Schüler eingetragen, und die Hälfte davon erhält von uns eine tägliche Mahlzeit. Diese Schulen befinden sich in den schlimmsten Elendsvierteln in Cité Soleil und Wharf Jeremy, wo die Kinder sonst nicht den Luxus genießen, in die Schule gehen zu können. Die Kinder erhalten außerdem eine Schuluniform und einen Rucksack, da die Eltern kein Geld dafür haben.

 

Die Schulen sind unterschiedlich groß und haben zwischen 300 und 600 Kinder. Einige Schüler müssen den ganzen Tag im Klassenzimmer stehen, weil die Nachfrage so groß ist und es nur begrenzte Sitzmöglichkeiten gibt. Toiletten und Küchen mit Wasserversorgung werden dringend benötigt, ebenso Unterrichtsmaterialien.

 

Die Aktion "Jedes Kind zählt" bietet 2000 Kindern pro Tag ein Essen. Für die Verteilung der Mahlzeiten werden die schlimmsten, gewalttätigsten Gegenden ausgesucht. Für die meisten dieser Kinder ist es das einzige Essen, was sie am Tag bekommen.

 

Weitere Informationen über das St. Lukas Projekt finden Sie in unter "Projekte".

 

Zusätzliche Fotos von vier unserer Schulen gibt es unter folgenden Links:

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