Aktuell

Im Angesicht der tobenden Natur

Nachbarschaftshilfe bei den Schwestern des Mutter Teresa Ordens in Gonaives

  Anmerkung: dies ist eine original Email unseres Priester und Arztes Pater Richard aus Haiti. Er berichtet hier über seinen Nothilfe-Einsatz in Gonaives.
  "Liebe Freunde   Mit viel Schwierigkeiten und im Kampf gegen die tobende Natur in Form von Wind, Regen und Springfluten, haben wir er geschafft Gonaives zu erreichen, um den Schwestern vom Ordern Mutter Teresa zu helfen. Sie sind schon seit 20 Jahren mit uns befreundet. Sie haben uns über die Jahre hinweg schon viele Kinder in unser Kinderdorf gebracht und wir haben sie auch immer wieder in medizinischen Fällen unterstützt.   Einige ihrer Patienten sind in den Häusern ertrunken. Die Schwestern selbst saßen 3 Tage lang auf dem Dach ihres Krankenhauses - es war unmöglich für sie von dort runter zu kommen.   Auf jeden Fall schafften wir es endlich nach Gonaives mit 5 LKW-Ladungen an Hilfsgüter.   Überwiegend hatten wir Trinkwasser, was zur Zeit rar ist, im Gepäck. 21.000 Plastikbeutel mit Wasser hatten wir dabei.   Außerdem brachten wir den Menschen zentnerweise Lebensmittel, trockene Kleidung, sowie eine Pumpe, einen Generator und Gas, damit das Wasser aus dem Gebäude gepumt werden konnte.   Wir machten uns vergangenen Abend wieder auf den Heimweg, doch wurden wir zwischen zwei tobenden Flüssen eingesperrt. So haben wir die Nacht in den LKWs verbracht und haben überlegt, was uns wohl passieren wird und wie wir über die Flüsse kommen können. Schließlich bahnten wir uns heute unseren Weg durch Matsch und Wassermassen und schafften es zurück nach Port au Prince. Dort waren alle Brücken rund um unser Krankenhaus zerstört. Weite Teile der Stadt sind überschwemmt - es ist eine sehr dramatische Lage.   Wie ihr wißt, hat es auch unser Kinderdorf sehr schwer getroffen, aber zum Glück wurde niemand verletzt. Wir werden sicher für einige Monate keinen Strom haben.   Wie ihr wißt, traf uns der Wirbelsturm Ike letzte Nacht. Nachdem wir nun Gonaives gestern Abend verlassen haben, ist es jetzt, da ich diese email hier schreibe, schon wieder bis zu 3 Metern überflutet. Die Schwestern Mutter Teresa haben uns über das Handy angerufen, daher wissen wir, daß sie wieder auf dem Dach sind.   Aus einer Regierungsquelle hörte ich heute, daß die Wirbelstürme Fay, Gustav, Hanna und Ike über 1.000.000 Menschen mit Überschwemmungen aus ihrer Umgebung verdrängt haben.   Wir bitten um eure Gebete! Herzlichen Grüße,     Pater Richard"  
 
  Bitte spenden Sie online oder nehmen Sie Kontakt mit dem deutschen Spendenbüro auf, dort kann man Ihnen sagen, wie Sie helfen können.    
 




   
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