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Hurrikan Irma ist vorbei – die Verwüstungen bleiben

Haiti blieb durch Hurrikan „Irma“ nicht verschont. Der Tropensturm löste Sturmfluten aus, die das Meerwasser ins Landesinnere drückten und der gleichzeitig einsetzende Starkregen setzte erneut in einigen Teilen von Haiti die einfachen Hütten unter Wasser.

Die ohnehin schon wenigen Habseligkeiten wie Kleidung, Decken, die Schlafplätze und die spärlichen Lebensmittel-Vorräte sind entweder von den Fluten weggerissen worden oder nass und zunächst unbrauchbar. Die mäßige Ernte (Reis, Okra, Süßkartoffeln, Bananen etc.), die kurz bevorstand – ist zum Großteil wieder verloren. Eine erneute und immer wieder erlebte Katastrophe für die Menschen, die dauernd ums tägliche Überleben kämpfen.

Welche erneuten Schäden hat das Land zu bewältigen und wie ist die derzeitige Situation ?

Es gibt einige Verletzte zu beklagen, eine bislang vermisste Person und einen Toten.
An den Küsten in den Departments Nord-Est, Artibonite, Centre und Nord ist Hochwasser und im Nordosten sind Überschwemmungen, die langsam wieder sinken.
Aus einer offiziellen Meldung des Centre d’Opérations d'Urgence National (COUN) geht hervor, dass es mehr als 2.646 schwer beschädigte Häuser gibt.
Einzelne Straßen sind nicht mehr zugänglich. Im Nord-Osten und Nord-Westen sind 6.494 Menschen in Notunterkünften untergebracht, über 12.000 Menschen mussten durch den Zivilschutz evakuiert werden.
Ernteausfälle durch überschwemmte Felder sowie ertrunkenes Vieh sind zu verzeichnen. Für mehrere Tage wurde die Alarmstufe Rot ausgerufen.

Schnelle Hilfe durch professionelles Krisenmanagement bei nph und Fondation St. Luc

Unmittelbar nach Bekanntwerden der Auswirkungen von Hurrikan „Irma“ wurde seitens nph deutschland und der Schwesterorganisation Fondation St. Luc reagiert. So konnten sofort siebzehn Tonnen Lebensmittel und Kleidung sowie sauberes Trinkwasser, sechs Tonnen Laken und Handtücher, 180.000 Trinkwasserbeutel sowie 100.000 Chlor-Tabletten gegen Cholera bereitgestellt werden. Weitere Hilfsmaßnahmen sind geplant.

Die Arbeit von nph in Haiti

nph ist seit 1985 in Haiti aktiv. nph und die Schwesterorganisation Fondation St. Luc beschäftigen dort rund 1.900 Haitianer in den Bereichen Bildung und Gesundheit. Beide Organisationen zählen damit zu den größten Arbeitgebern im Großraum der Hauptstadt Port-au-Prince. Das über die Jahrzehnte gewachsene, landesweite Netzwerk hat die Organisationen nach dem letzjährigen Hurrikan Matthew in die Lage versetzt, umfassende Soforthilfe als auch nachhaltige Aufbauarbeiten zu leisten.
Mittlerweile nehmen rund 300.000 Haitianer pro Jahr schon jetzt die Hilfsangebote von nph sowie der Schwesterorganisation St. Luc in Anspruch.

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