Erdbeben Richard 1
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Hilfe im Chaos

Bericht aus Haiti

Das Krankenhaus ?St. Damien? der Hilfsorganisation ?Unsere kleinen Brüder und Schwestern? in Haiti ist eine der wenigen medizinischen Einrichtungen in Haiti, die das Erdbeben fast unbeschadet überstanden haben. Noch darf im Inneren nicht behandelt werden, da die Menschen weiterhin aufgerufen sind, keine Gebäude zu betreten. Der nationale Direktor des Hilfswerks Pater Richard Frechette schilderte nun seine ersten Eindrücke aus dem Krisengebiet. Ein deutscher Arzt der Charité in Berlin, Peter Tinnemann, der schon für ?Unsere kleinen Brüder und Schwestern? in Haiti im Einsatz war, ist jetzt wieder auf dem Weg dorthin, um die Hilfsmaßnahmen der Organisation mit zu unterstützen.

 

Pater Richard Frechette, US-amerikanischer Priester und Arzt, war zum Zeitpunkt des Erdbebens am Bett seiner sterbenden Mutter in den USA. Diese schickte ihn sofort zurück nach Haiti, wo er seit über 20 Jahren im Einsatz für die Menschen ist. Er schreibt über seine Ankunft in Haiti: ?Mit dem Helikopter des Präsidenten der Dominikanischen Republik sind wir in Haiti gelandet. Dies wurde aufgrund des guten Ansehens von ?Unsere kleinen Brüder und Schwestern? in der Dominikanischen Republik, unserem Spendenbüro in Italien und unseren guten Verbindungen zu Andrea Bocelli möglich.? Neben der Präsenz in Haiti, unterhält die Hilfsorganisation in acht weiteren Ländern in Lateinamerika, darunter der Dominikanischen Republik, eigene Kinderdörfer, Krankenstationen, Therapieeinrichtungen und Schulen.

 

Nach der Ankunft und den katastrophalen Bildern die sich zeigten, erreichten die Helfer erste Nachrichten über Todesfälle innerhalb der Organisation. Darunter auch Wilfrid Altisme, der im Kinderdorf von ?Unsere kleinen Brüder und Schwestern? aufgewachsen ist

 

und sich gerade in der Priesterausbildung befand.

 

Über die Hilfe für die Verletzten im Krankenhaus ?St. Damien? schreibt Pater Richard Frechette: ?Im Freien unter Bäumen und auf dem Parkplatz mit immer weniger werdenden Medikamenten geben wir unser Bestes für die Opfer. Wir werden die Nacht durcharbeiten. Alle Geschäfte und Banken haben geschlossen, das Benzin wird knapp. In zwei Tagen werden wir kein Benzin mehr haben, sollte sich keine Lösung finden. Dies würde bedeuten, dass wir komplett ohne Strom wären. Leider haben wir zurzeit auch keine Wasserversorgung im Krankenhaus, da die Rohre zwischen dem Brunnen und dem Wasserturm gebrochen sind.?

 

Am Freitagmorgen machte sich auch Dr. Peter Tinnemann aus Berlin für ?Unsere kleinen Brüder und Schwestern? auf den Weg nach Haiti. Über die Dominikanische Republik wird er auf dem Landweg versuchen, Port-au-Prince am Sonntag zu erreichen. Der Arzt des Institutes für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité, Berlin war bereits 1996 im Einsatz für das Hilfswerk.

 

?Unsere kleinen Brüder und Schwestern? bittet die Bevölkerung um Hilfe. Ab sofort können Sie durch eine Spende auf unserem Konto 12 000 bei der Sozialbank Karlsruhe, BLZ 660 205 00 helfen. Nutzen Sie das Stichwort: Erdbeben Haiti.

 

Den kompletten Bericht von Pater Richard Frechette finden Sie ab sofort im Internet unter www.HilfeFuerWaisenkinder.de

 

Auf msnbc.com gibt es einen Bericht über das Krankenhaus ?St. Damien?:

www.msnbc.msn.com/id/21134540/vp/34863508

 

Bitte nutzen Sie kostenfrei unsere Fotos in Verbindung mit der Veröffentlichung unseres Spendenkontos!

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