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Heiße Weihnachts-Festtage in Lateinamerika und der Karibik

Auf der ganzen Welt feiern die Menschen Weihnachten, auch in Lateinamerika und der Karibik. Neben speziellen Bräuchen, die aus der spanischen Kolonialzeit stammen, haben sich vielfältige exotische Rituale etabliert.

Warm in eine Decke eingekuschelt, den Duft von frischgebackenen Plätzchen, würzigem Glühwein, Orangen und Tannennadeln in der Nase, dass verbinden die meisten Menschen in Deutschland mit der Vorweihnachtszeit. Nicht so in Lateinamerika. Das Fest fällt in die heißeste Jahreszeit. Kakteen mit roten Mützen und Weihnachtskugeln, ein Feuerwerk mit fröhlichen Tänzen sowie bunt bemalte Fantasietiere aus Pappmaché gefüllt mit allerlei Süßigkeiten geben hier den Ton an.

Peru: Leuchtraketen und bis in den frühen Morgen tanzen

In Peru wünscht man sich traditionell „Feliz Pascuas“ an Weihnachten und nicht „Feliz Navidad“ wie in den übrigen spanischsprechenden Ländern Lateinamerikas. Nach dem Festtagsbraten, gefüllter Truthahn, geht es am 24. in die Mitternachtsmesse. Anschließend beginnt das Fest für alle. Ein buntes Treiben herrscht die ganze Nacht in den Straßen. Es wird getanzt und Leuchtraketen werden gezündet, wie man es in Deutschland nur zu Neujahr kennt. Am 25. bringt das Christkind die Geschenke für die Kinder. Den ganzen Tag geht man Verwandte und Freunde besuchen und isst „Panción“, einen mit Rosinen gefüllten Kuchen und trinkt dazu heiße Schokolade.


Leuchtfeuer sind der krönende Abschluss der Weihnachtsfeier.

Nicaragua: Verehrung der Jungfrau Maria

Zu Weihnachten werden die Häuser farbenfroh geschmückt. Überall sind Zweige des Kaffeestrauches, dessen Steinfrüchte sich von Grün über Gelb bis ins leuchtende Rot verfärben, in den Häuser zu finden. Nach der Mitternachtsmesse isst man traditionell gefülltes Huhn und trinkt dazu Limonade oder Rum. Wichtiger als Weihnachten ist für die Menschen das Fest „La Purisima“ (zu Deutsch die Reine) am 8. Dezember. Altäre mit Bildern der Jungfrau Maria werden überall im Land aufgestellt. Die Menschen ziehen von Altar zu Altar und legen kleine Geschenke ab. Zum Abschluss steigt ein prächtiges Feuerwerk in den nächtlichen Himmel.


Überall in Nicaragua werden am 8. Dezember Altare mit Bildern der Jungfrau Maria aufgestellt und mit kleinen Geschenken versehen.

Mexiko: die drei großen Ps – Piñatas, Posadas und Pastorelas

Die Weihnachtsbräuche in Mexiko sind durch die spanische Kolonialzeit geprägt. Christliche Missionare brachten die Piñata, die ihren Ursprung in China hat und dort zum Neujahrsfest zerschlagen wurde, um den Menschen Glück zu bringen, mit. Die Ureinwohner Lateinamerikas, Azteken und Maya, huldigten in einem ähnlichen Brauch ihrem Kriegsgott „Huitzilopochtli“. Priester stellten einen mit diversen Gaben gefüllten Tontopf auf einen Pfahl. Anschließend wurde er zerschlagen und die Opfergaben fielen zu Füßen der Götterstatuen.

Die Missionare wandelten diese Zeremonie für ihre Zwecke ab. Es entstand die klassische Piñata (heute üblicher Weise ein hohler Pappmachékörper) in Form eines Sterns, dessen sieben Zacken die sieben Todsünden repräsentieren: Habgier, Stolz, Begehren, Jähzorn, Neid, Völlerei und Faulheit. Mit einem Stock in der Hand und verbundenen Augen dürfen nacheinander Kinder und Erwachsene auf die Figur schlagen, bis sie zerbricht und Süßigkeiten sowie Früchte herausfallen.

Die Posadas (zu Deutsch Herbergssuche) beginnen traditionell neun Tage vor Heiligabend. Maria und Josef ziehen als Pilger gemeinsam mit der Kirchen- und der Dorf- beziehungsweise Stadtgemeinde von Haus zu Haus und bitten singend um Herberge. Alle haben Kerzen in der Hand. Erst am neunten Tag werden sie nicht abgewiesen, sondern mit Freude aufgenommen und es gibt Essen und Trinken.

Das letzte P steht für Pastorelas, ein farbenprächtiges Schauspiel der besonderen Art. Die ursprüngliche spanische Pastorela ist eine religiöse Theateraufführung aus dem 16. Jahrhundert. Kleine religiöse Szenen geben den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse wieder. Der Teufel versucht die Hirten vom rechten Weg zu locken, doch das Gute, Erzengel Gabriel, ist zur Stelle und siegt schließlich über das Böse.

Dominikanische Republik und Haiti: karibische Rhythmen zur Weihnachtszeit

Bei über 30 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit kommen keine typischen Weihnachtsgefühle auf. Da Tannenbäume nicht auf der Insel wachsen, behilft man sich mit Plastikbäumen. Außerdem werden blätterlose Äste weiß besprüht, damit es wie Schnee aussieht. Anschließend hängt man Weihnachtskugeln dran. Am Heiligen Abend feiert die ganze Familie mit Freunden. Karibische Spezialitäten wie zum Beispiel in Bananenblätter eingewickelter Kuchen wird gegessen und dazu Bowle oder Rum getrunken. Später tanzen die Menschen nach den neuesten Weihnachtsliedern in den karibischen Rhythmen Merengue und Salsa. Kleine Geschenke finden die Kinder am frühen Morgen des 25. Dezembers. Die größeren Geschenke bringen wie in den meisten Ländern Lateinamerikas die Heiligen Drei Könige am 6. Januar.

In Haiti schmücken die Menschen Kiefern als Weihnachtsbäume. Am 24. Dezember stellen die Kinder ihre frisch geputzten mit Stroh ausgefüllten Schuhe unter den Baum, in der Hoffnung, am nächsten Tag statt Stroh Geschenke darin zu finden. Nach der Mitternachtsmesse besuchen sich die Menschen gegenseitig und feiern bei karibischen Klängen zusammen die ganze Nacht.

Wenn Sie den Kindern bei nph eines schönes Weihnachtsfest bereiten möchten, dann haben wir hier eine kleine Auswahl an Geschenken über die sich die Kinder freuen werden.

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