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Halloween in Casa San Salvador

Die Kinder von Casa San Salvador erlebten ein spannendes, aufregendes Gruselfest.

Auch wenn Halloween eigentlich ein amerikanisches Fest ist, so wird es in unserem Heim in Mexiko doch richtig groß gefeiert. Am Abend des 31. Oktobers herrschte in Casa San Salvador rege Betriebsamkeit. Bevor die Sonne unterging, beeilten sich die Freiwilligen mit den letzten Vorbereitungen des Abends, der Herrichtung des Spukhauses und der Bühne für den Kostümwettbewerb. Die Kunstwerke, die für den Wettbewerb der schaurigsten Bilder eingereicht worden waren, bildeten die Kulisse für die Bühne, die im Freien aufgebaut worden war, damit alle zuschauen konnten. Bilder von Hexen, Kürbissen und Monstern waren an der Wand hinter dem Podest aufgehängt und mit mehrfarbigen Scheinwerfern angestrahlt.

 

Auf dieser bunten, schaurig-schönen Bühne stellten die Teilnehmer des Kostümwettbewerbs den anderen ihre Kreationen vor. In kleinen Gruppen liefen die Kinder über den Laufsteg, um ihre Kostüme bewundern zu lassen. Wie aufgeregt waren die Kinder, wenn sie zu der Musik ihrer Wahl tanzten und so außer ihrer Kreativität auch noch ihr Tanzvermögen unter Beweis stellten. Die Kostüme reichten von Spiderman bis zu einer Fantasiegestalt, der Zweige aus dem Kopf und den Händen wuchsen. Der Träger dieses Kostüms aus der Sektion ¨Grandes B Hombres¨ gewann den Wettbewerb für die jüngeren Studenten. Eine Gruppe von drei jungen Mädchen der ¨Grandes A Mujeres¨ waren die Siegerinnen in der Gruppe der älteren Studenten. Alle Sieger der Kostüm- und Bilderwettbewerbe erhielten Kinokarten für ein Kino in Cuernavaca.

 

Wenn man bedenkt, wie wenig Material den Encargados, den Betreuern der Kinder, zur Verfügung stand, erzielten sie beachtliche Ergebnisse beim Zusammenstellen der Kostüme. Sie erhielten Schminke, aber den Rest mussten man sich im Heim zusammensuchen. Dank der Encargados und den Freiwilligen konnten die Kinder stolz ihre Kostüme präsentieren und hatten einen großen Spaß an der Vorführung.

Die Encargados und Freiwilligen steckten auch viel Zeit und Energie in die Gestaltung eines Spukhauses für die Kinder. Sie erhielten einen Grundriß für das Haus, und mit der Hilfe von Jugendlichen in ihrem Dienstjahr für die Heimfamilie gestalteten sie verschiedene Bereiche des Hauses. Ein Teil der Jungeschlafsäle wurde zu einem Erlebnisparcours umfunktioniert, der aber für manche eher furchteinflößend als spaßig war.

 

Die Kinder wurden mit verbundenen Augen zu dem Eingang geführt, der mit Fackeln beleuchtet war und wo sie von einem unheimlichen, maskierten Wächter begrüßt wurden. Die Kinder mussten unter und zwischen den Betten hindurch kriechen und über klebrigen Boden laufen, immer ohne zu wissen, was sie als nächstes erwartete. Einige kamen ziemlich kleinlaut heraus, weil es ihnen im Spukhaus so richtig unheimlich geworden war, aber manche waren auch ganz selbstbewusst. Ein kleiner Junge rief: "War das schon alles?" und warf triumphierend die Arme in die Luft, nachdem er aus dem Haus herauskam.

 

Insgesamt war der Abend ein Riesenerfolg. Alle Mühe, die die Encargados und Freiwilligen in die Vorbereitungen gesteckt hatten, machte sich voll bezahlt, ablesbar an dem Lachen und den fröhlichen Gesichtern der Kinder. Angefangen von den Kostümen über die Tänze bis hin zum Spukhaus war es ein Abend voller Spannung - und jeder in Casa San Salvador hatte seinen Spaß daran.

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