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Habemus Papam: Lateinamerikaner ist neuer Papst

Erzbischof von Buenos Aires wird Nachfolger von Benedikt XVI

Die 115 Kardinäle des Konklaves haben gewählt: Jorge Mario Bergoglio ist der neue Papst. Im fünften Wahlgang hat sich eine Gruppe gebildet, die für den Argentinier, der Erzbischof von Buenos Aires ist, die Mehrheit erringen konnte. Für die Dauer seines Pontifikats wird der neue Papst den Namen Franziskus I annehmen.

Erstmals in der Geschichte ist ein Lateinamerikaner zum Papst gewählt worden. Der römisch-katholischen Kirche gehören weltweit rund 1,2 Milliarden Menschen an. Rund 41 Prozent der Kirchenmitglieder leben in Lateinamerika.

Jorge Mario Bergoglio wurde am 17. Dezember 1936 in Buenos Aires geboren. 1958 trat er in den Jesuitenorden ein und studierte Geisteswissenschaften in Chile und später Theologie in Argentinien. Bergoglio wurde 1992 von Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof in Buenos Aires und Titularbischof von Auca ernannt. Die Bischofsweihe spendete ihm der Erzbischof von Buenos Aires, Antonio Kardinal Quarracino, am 27. Juni desselben Jahres. In der Vergangenheit hat der Erzbischof von Buenos Aires und Primas Argentiniens mehrfach Korruption und Armut kritisiert.

In seiner Ansprache scherzte der neue Papst, dass die Bischöfe wohl am Ende der Welt nach dem Nachfolger Petri gesucht haben. Er erteilte den Tausenden Menschen auf dem Petersplatz und weltweit den Segen, dankte allen Katholiken und rief zum Gebet auf.

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