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Aktuell

Feste Verbindungen

Ob sie gerade erst da waren oder schon länger wieder fort sind, unsere Besucher stellen eine physische und geistliche Verbindung zwischen dem Rancho und der Außenwelt dar.

Eine der einzigartigen und besonderen Aspekte des Lebens hier im Kinderdorf ist der ständige Strom an Besuchern. Im Laufe des Jahres erhalten wir ganz unterschiedliche Besuche: von Schülergruppen, ehemaligen Freiwilligen, Pateneltern, Spendern, Familienangehörigen und Freunden von Freiwilligen und festen Mitarbeitern, medizinischen Einsatzkräften und manchmal auch von Berühmtheiten. Letztes Jahr kam die First Lady von Honduras; dieses Jahr beehrte uns Manny Ramirez, ein Baseballspieler von den Boston Red Socks, mit seinem Besuch. Unsere Besucher tragen dazu bei, die wachsende Solidarität zwischen der entwickelten und unterentwickelten Welt zu vertiefen, sie machen das Leben auf der Ranch abwechslungsreicher, und was am wichtigsten ist, jeder von ihnen bedeutet ein weiteres freundliches Gesicht für unsere Kinder.

 

Auch Kurzzeitbesucher sind bei NPH Honduras gern gesehen. Die Gelegenheit, unser Heim kennen zu lernen und die eigenen Fähigkeiten einzusetzen, macht den Aufenthalt hier zu einem besonderen Erlebnis. Außerdem halten wir durch unsere vielen lieben Besucher einen engen Kontakt zu unseren Unterstützern und Freunden überall in der Welt aufrecht.

 

Eine Besuchergruppe der letzten Zeit waren Schüler aus Williston Northampton, einem Internat in Massachusetts. Sie kamen mit ihrem Spanischlehrer Nat (oder 'Nacho', wie er auf der Ranch genannt wird). Er hat hier einmal als Freiwilliger gearbeitet, und dies war bereits die fünfte Schülergruppe, die er herbrachte. Die Gruppe bestand aus 10 Schülern aus der zehnten und elften Klasse mit besonders guten Leistungen in Spanisch.

 

Ich fragte Nacho nach seinen Zielen für seine Schüler und deren Erfahrungen hier. Er antwortete: "Sie sind hier, um ihre Spanischkenntnisse anzuwenden und etwas spirituell, praktisch und emotional weiterzugeben. Sie sind auch hier, um durch den Kontakt zu den Kindern eine neue Erfahrung zu machen, die ihren Horizont erweitert. Durch die Begegnung wird diese Erfahrung ganz real."

 

Sie Schüler haben ganz praktisch auf der Ranch mitgeholfen. Die ganze Woche über waren sie auf der Farm, in den Gärten, in der Küche, in der Tortillabäckerei, im Englischunterricht und natürlich bei den Kindern zu finden, um die sie sich liebevoll kümmerten.

 

Den Schülern schienen sich bei uns sehr wohl zu fühlen. Nacho meinte, es gefiele ihnen sogar besser, als sie erwartet hatten. Sein einziger Wunsch ist, dass er noch mehr seiner Schüler hierher mitbringen kann.

 

Ein anderer Besucher der letzten Wochen war Megan, eine Freundin einer unserer internationalen Freiwilligen aus USA. Während ihres dreiwöchigen Aufenthaltes malte sie Wandbilder in Casa Suyapa für die Kinder. Sie machte auch viele Fotos und Tonaufnahmen für eine Multimediashow, mit der sie unser Heim vorstellen möchte.

 

Vor kurzem bat ich sie, sie ihre Erfahrungen für diesen Artikel zusammenzufassen. Das war ihre Antwort:

 

"Honduras ist ein Land voller Schönheit, das durch Ungleichheit verschandelt ist. Aber dieses Kinderheim, dieser sichere Hafen, ist ganz anders. Es ist ein erstaunlicher Ort.

 

Ich hatte das große Glück, drei Wochen mit den Kindern zu verbringen. Ich konnte beobachten, dass ihr Leben hier nicht nur in Sicherheit ist, sondern auch geformt wird, damit sie eine Zukunft erhalten, in der alles möglich ist.

 

Ich war überrascht, wieviel Leben diese Kinder ausstrahlten, besonders nachdem ich hörte, aus welchen Hintergrund sie teilweise kommen.

 

Diese Ausstrahlung war ansteckend. Mit der Zeit wurde ich mehr und mehr inspiriert in meiner Arbeit für die Ranch, eine Inspiration, die von immerhin sechshundert Kindern um mich herum ausging. Man konnte gar nicht anders als glücklich sein und sich gut fühlen inmitten von so viel Gelächter.

 

Die sichere, fröhliche Umgebung des Kinderheimes ist allein den Freiwilligen und festen Mitarbeitern zuzuschreiben. Sie waren mir immer behilflich, wenn ich mit den Kindern zu reden versuchte, die mir bei der Herstellung der Wandbilder halfen. Meine Helfer hatten keine besondern Kunstkenntnisse, aber das spielte keine Rolle. Als Kind ist man ein geborener Künstler ohne die Angst "nicht gut genug zu sein". Die Kinder machten sich einfach an die Arbeit. Ich kann mich nicht erinnern, ihnen irgend welche Anweisungen gegeben zu haben. Ich drückte ihnen nur einen Pinsel in die Hand und half ihnen dabei, ihn in die Farbe zu tauchen. Dann hinterließen sie ihre ganz eigenen Spuren auf den Mauern, und bald werden sie das gleiche draußen in der Welt tun. Vielen Dank an UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN, dass ich ihre bewundernswerte Organisation kennen lernen durfte."

 

Auch wir danken Megan, Nacho und seinen Schülern sowie den vielen anderen Besuchern für ihre tatkräftige Mitarbeit und ihren Einsatz für unser Heim.

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