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Fernando Gres

Stellvertretender Direktor von NPH International.

Fernando wurde im August 1953 in eine Familie mit drei Schwestern und einem Bruder geboren. Seinen Vater lernte er nie kennen. Er und seine Geschwister lebten bei der Mutter in sehr ärmlichen Verhältnissen. Sie verdiente ihr Geld, indem sie 12 Stunden am Tag für andere Leute Wäsche wusch und bügelte. Nach einer langwierigen Krankheit starb sie im Januar 1964; sie war zu dieser Zeit schwanger. Die Kinder kamen zu einer Tante, die die Fünf aber nicht versorgen konnte, da sie selbst Kinder hatte. So suchte sie nach einer besseren Möglichkeit für sie und stieß auf UKBS. Im Februar 1964 wurden die Kinder im Heim aufgenommen.

 

Zu diesem Zeitpunkt hatte UKBS Mexiko erst etwa 300 Kinder. Sie waren in einem Gebäude untergebracht, das heute die Berufsschule "Nuestra Señora de Los Angeles" beherbergt. Als Fernando zu UKBS kam, stand man gerade vor dem Umzug in das neue Heim in Acolman. Alle Tische und Stühle, ja sogar die Matratzen waren schon weg, und viele Kinder mussten ein paar Tage lang auf dem Boden schlafen. Aber einige der größeren Kinder hatten ihre Matratzen noch und teilten sie mit Fernando und seinen Geschwistern. Das war sein erster und immer noch wichtigster Eindruck von UKBS: wir sind eine Familie und halten zusammen, und wir teilen alles miteinander.

 

Fernando fühlte sich sehr wohl bei UKBS. Er hatte viele Freunde und ging gern zur Schule. Er erinnert sich daran, dass das Heim immer noch recht arm war. Es gab nur einmal im Jahr Süßigkeiten und Limonade, aber das war mehr, als er von Zuhause her kannte, und so fühlte er sich reich und zufrieden. Es gab auch schwierige Zeiten, in denen es nur Tortillas zu essen gab und Fleisch höchstens einmal pro Woche, wenn überhaupt.

 

Im Januar 1965 zog er nach Acolman um und beendete dort seine Grundschulzeit. Dann ging er zurück nach Cuernavaca, um die weiterführende Schule zu besuchen. In seiner Freizeit arbeitete er in der Küche, kümmerte sich um das Vorratslager und erledigte Verwaltungsaufgaben. 1972 legte er sein Dienstjahr für die Heimfamilie ab und arbeitete auf der alten Hacienda "San Salvador" in Miacatlan, die gerade von UKBS erworben worden war, um als neues Kinderdorf ausgebaut zu werden. Zuerst arbeitete er auf den Feldern und dann im Büro bei Verwaltungsaufgaben.

 

Padre Wasson bot ihm ein Stipendium in den Vereinigten Staaten an, um dort Englisch und Verwaltung zu studieren, und Fernando nahm es gern an. So studierte Fernando in Arizona, South Carolina und sogar in Kanada. Aber schließlich kehrte er nach Cuernavaca zurück, um für UKBS zu arbeiten, was er immer noch und mit Freude tut.

 

"Kein Geld der Welt könnte mir die Befriedigung kaufen, die es bedeutet zu sehen, wie die Kinder bei uns ankommen, arm und vom Leben gebeutelt, und dann mitzuerleben, wie sie zu mitfühlenden jungen Menschen heranwachsen, die teilen können und Verantwortung für ihr eigenes Leben übernehmen. Diese Kinder sind das Schönste, was ich je gesehen habe."

 

Wegen seines lebenslangen Einsatzes für UKBS und die mittlerweile fast 30 Jahre Mitarbeit wurde Fernando vor kurzem zum "Associate Director of NPH International" ernannt. Fernando sagt bescheiden: "Ich fühle mich geehrt durch diese Verantwortung, und ich werde mein Bestes geben für die Kinder dieser Generation. Meine Arbeit kommt mir gar nicht wie Arbeit vor, und es gibt noch soviel Arbeit für UKBS angesichts der vielen Kinder auf der Welt, die leiden. Ich sehe es als meine Pflicht an, der Gesellschaft etwas von dem weiterzugeben, was ich an Möglichkeiten geschenkt bekam, und ich möchte den Kindern beibringen, dass sie anderen helfen, die weniger haben."

 

Neben seiner Arbeit für UKBS hat er mit Freunden zusammen ein Heim für ältere Obdachlose eingerichtet. Er ist verheiratet mit Ophelia und hat zwei Töchter, die Psychologie bzw. Tourismus studieren, und einen Sohn der noch die High School besucht.

 

"Für all das, was ich von Padre Wasson, UKBS und seinen Spendern erhielt, werde ich ewig dankbar sein. Deshalb setze ich mich so für UKBS ein."

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