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Erziehen mit Herz und Verstand

Pädagogische Schulungen helfen unseren Betreuern bei ihrer schwierigen Aufgabe.

Ab und zu können Eltern einmal einen professionellen Rat brauchen, wie sie mit ihren Kindern umgehen und mit ihnen reden sollen. Das kann besonders dann hilfreich sein, wenn die Kinder in ein Alter kommen, in dem sie Anweisungen der Eltern nicht mehr so einfach akzeptieren.

 

Unsere Betreuer sind in ihren Gruppen für bis zu 30 Kinder verantwortlich, und so haben sie eine der schwierigsten Aufgabe in unserem Heim. Tag für Tag müssen sie sich der Herausforderung stellen, Streit zu schlichten und dafür zu sorgen, dass die Regeln des Hauses eingehalten werden. Wenn man durch das Haus geht, hört man oft, wie Gruppen von älteren Kindern lautstark ermahnt werden, aber diese Ermahnungen bleiben oft wirkungslos, oder schlimmer noch, sie bewirken das Gegenteil.

 

Deshalb gibt es nun eine neues Schulungsprogramm für unsere Betreuer, das ihnen wichtige Hilfestellungen und praktische Tipps geben soll, wie sie die Beziehung zu den Kindern verbessern können. Alle drei Monate besuchen Donna Egge aus den Vereinigten Staaten und Marcus Schreil aus Deutschland unsere Heime, um mit unseren Mitarbeitern über wichtige Themen aus dem Bereich Erziehung zu sprechen. Sie überdenken mit den Teilnehmern, wie bisher gearbeitet wurde, und stellen neue Ideen, Techniken, Kommunikationsformen und andere erzieherische Fähigkeiten vor.

 

In der letzten Woche stellte Donna Egge das Prinzip von Liebe und Logik zur Problemlösung vor. Sie zeigte auf, wie wichtig es ist, unseren Kindern auch Entscheidungsmöglichkeiten zu geben, und ihnen nicht nur Befehle zu erteilen. Außerdem stellte sie Techniken vor, wie wir mit unseren Kindern reden können und wie wir sie dazu bringen können, Regeln einzuhalten. Dazu gab es Gruppengespräche, Videopräsentationen, praktische Übungen und Rollenspiele.

 

Alle Mitarbeiter, die an diesem Seminar teilnahmen, waren hoch motiviert und arbeiteten mit Eifer an den gestellten Aufgaben. Durch die Rollenspiele wurden die Situationen sehr plastisch und es kam deutlich heraus, wie stark die Spannungen zwischen Betreuern und Kindern sein können. Um wichtige Unterschiede herauszuarbeiten, wurde jede Situation zweimal im Rollenspiel dargestellt: die erste Variante zeigte ein falsches Verhalten gegenüber den Kindern, die zweite eine positive Alternative.

 

Zum Schluss erhielt jeder Teilnehmer eine kleine Urkunde, was das Seminar noch mehr aufwertete. Die Betreuer gingen mit einem gewissen Stolz, aber auch mit der Motivation, die Theorie nun in ihre Situation zu übertragen. Im Januar wird Donna wiederkommen, um zu überprüfen, inwieweit diese Techniken umgesetzt wurden, und wird unseren Mitarbeitern weitere Anregungen vermitteln.

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