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Endlich können alle wieder gleichzeitig in die Schule!

UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN stellt neue Klassenzimmer zur Verfügung

Den Spendern in Deutschland ist es zu verdanken, das NPH Peru neue Klassenzimmer für die öffentliche Schule, die unsere Kinder besuchen, bauen lassen konnte. Die Schule war durch ein Erdbeben fast völlig zerstört worden. Mit diesen zusätzlichen Klassenräumen können nun endlich wieder alle Kinder gleichzeitig zur Schule gehen, nachdem der Unterricht monatelang in zwei Schichten durchgeführt werden musste. Am Montag, dem 7. April, wurden die Holzbauten von unserem Gemeindepfarrer eingeweiht und gesegnet.

 

Jedes Mal, wenn die Erde bebt, und das geschieht hier in Peru ziemlich häufig, bekommen unsere Kinder wieder diesen ängstlichen Ausdruck in den Augen. Man sieht ihnen an, was sie denken: "Es wird doch nicht wieder losgehen?" Das schlimme Erdbeben vom August 2007 war für sie eine traumatische Erfahrung, an die sie sich zeitlebens erinnern werden. Unsere Kinder werden sich auch daran erinnern, dass in den Monaten nach dem Beben der Unterricht ausfallen musste, weil die Schulgebäude einsturzgefährdet waren. Auf den Wänden stand in großen Buchstaben "Gefahr!" geschrieben, und die Eingänge waren versperrt. Von September bis Dezember 2007 fand der Unterricht in behelfsmäßigen Klassenräumen statt, in sebstgebauten Schilfhütten oder in vorgefertigten Klassenzimmern, die die Regierung zur Verfügung stellte.

 

Aber das waren immer noch viel zu wenig Klassenzimmer für die insgesamt 590 Kinder der Schule.

 

So entschied der Schuldirektor, die Kinder in zwei Schichten unterrichten zu lassen: morgens die Grundschüler und nachmittags die älteren Schüler. Das war für alle Beteiligten eine schwierige Situation. Für die älteren Schüler beispielsweise bedeutete es, dass die Kinder erst im Dunkeln nach Hause kamen, was besonders für die Mädchen nicht ganz ungefährlich war.

 

Auch unser Heim musste sich darauf einstellen. Wir lebten mit zwei verschiedenen Zeitplänen: einer für die Jüngeren und einer für die Älteren. Sie aßen zu unterschiedlichen Zeiten zu Mittag, machten ihre Hausaufgaben zu unterschiedlichen Zeiten und auch für die Mitarbeit im Haushalt gab es zwei Schichten. Für die Betreuer bedeutete das, dass sie keine Freizeit mehr hatten, denn es waren immer Kinder da. Und das ging auf Dauer wirklich an die Substanz.

 

Wir bemühten uns sehr darum, der Schule beim Bau neuer Klassenräume zu helfen, damit alle unsere Kinder wieder gleichzeitig zum Unterricht gehen konnten und unsere Betreuer so wenigstens vormittags ein paar Stunden zur Erholung hatten. Das Spendenbüro in Deutschland bot seine Hilfe an und übersandte das nötige Geld. So veranlassten wir den Bau von stabilen Klassenräumen aus Holz, die mindestens zehn Jahre lang halten werden, falls es mit dem Neubau der Schule noch etwas dauern sollte...

 

Wir danken Ihnen im Namen aller Kinder unseres Ortes!

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