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Eine Reise durch Nicaragua

Die Kinder von NPH Nicaragua lernen ihr Land besser kennen

Die Sommerferien sind immer mit angenehmen Erinnerungen verbunden: mit viel Freizeit, langem Ausschlafen und spät ins Bett gehen. Für die Kinder von NPH Nicaragua sind die Ferien eine sehr ruhige Zeit, manchmal zu ruhig. Während die meisten Kinder ihre Angehörigen besuchen, bleiben immer auch einige im Heim.

 

Da es bei uns in dieser Zeit kein besonderes Programm gibt, ist der Januar oft ziemlich unstrukturiert. In diesem Jahr haben sich jedoch Betreuer, Freiwillige und Leiter zusammengetan, um mit den Kindern etwas Schönes zu unternehmen: eine einwöchige Rundreise zu den touristischen Attraktionen von Nicaragua.

 

Als Vorbereitung für diesen Ausflug gab es jeden Morgen und jeden Nachmittag einige Übungen zum Training der Teamfähigkeit. Die Teams wurden jeden Tag neu zusammen gestellt, und so konnten die Kinder sich unter einander besser kennen lernen und ihre Kooperationsfähigkeit üben. Denn die einzige Möglichkeit, bei den Spielen zu gewinnen, war als Team gut zusammen zu arbeiten.

 

Bei einer Aufgabe z.B. bekam einer aus dem Team die Augen verbunden, wurde im Kreis gedreht und musste dann, gesteuert durch Zurufe seines Teams, zum anderen Ende des Feldes laufen. Eine andere Aufgabe war eine Mischung aus Kreativität und Wissenserwerb. Die Teams, die unterschiedliche Länder Zentralamerikas vertraten, sollten Informationen über ihr jeweiliges Land zusammentragen und eine kleine Präsentation dazu vorbereiten, die Nationalfahne zeichnen und sich einen Folkloretanz ausdenken, der zu ihrem Land passte. Das Team mit dem besten gemeinsam erzielten Ergebnis gewann.

 

Nach diesen Vorbereitungen packten die Kinder ihre Taschen, und am frühen Mittwochmorgen ging es los. Der erste Stop war die Stadt Catarina mit ihren Kulturdenkmälern. Diese malerische Stadt liegt an der Laguna de Apoyo, einer der schönsten Stellen in Nicaragua. Danach ging es weiter zur Landeshauptstadt, wo ein lustiger Kinofilm im belebten Einkaufszentrum angeschaut wurde. Am nächsten Tag packten die Kinder ihre Schwimmsachen für einen entspannenden Tag in San Juan del Sur, einem sehr beliebten Badeort. Der abschließende Höhepunkt war ein Ausflug zum Masaya Vulkan mit seinen vielen Kratern und atemberaubenden Aussichten. Im Masaya Museum gab es wertvolle Informationen zur Geologie des Landes und über die Entstehung der Vulkane. Der Abend endete mit einer Messe in der katholischen Kirche von Grananda, Nicaraguas ältester Stadt aus der Kolonialzeit.

 

Die Woche hat viel Spaß gemacht, war aber auch sehr lehrreich. Nicaragua ist ein Land, das viel zu bieten hat, und die Kinder müssen wissen, wie es in der Welt "da draußen", außerhalb des Kinderdorfes, aussieht. Es ist wichtig, dass sie möglichst viel über ihr Heimatland wissen, nicht nur als zukünftige Bürger, sondern auch deswegen, weil die Tourismusbranche in Nicaragua immer bedeutsamer wird.

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