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Ein Hoch auf unsere mexikanischen Paten!

Wir veranstalteten ein fröhliches Fest für unsere einheimischen Paten.

Hier bei NPH Mexiko sind wir sehr dankbar für unsere Paten wie für jeden, der unsere Kinder auf irgend eine Weise unterstützt, ob in kleinem oder in großem Umfang. Deshalb hatten wir am vergangenen Samstag einen besonderen Tag, mit dem wir uns bei unseren einheimischen Paten bedanken wollten. Wir feierten ihn mit einem typischen mexikanischen Weihnachtsbrauch, der den Sinn von Weihnachten besonders gut deutlich macht - mit einer Posada.

 

In Mexiko wird die Herbergssuche der heiligen Familie gern nachgespielt und gefeiert, und diese Tradition nennt man "posadas". Neben der Herbergssuche, bei der Maria und Josef von Tür zu Tür gehen und zusammen mit den Zuschauern ein kurzes Lied singen, gab noch eine Pastorela (ein Hirtenspiel) und das Zerschlagen von mit Süßigkeiten gefüllten Piñatas.

 

Aber das war nur der Nachmittag unseres Patentages; es gab noch so viel mehr!

 

Der Tag hatte für die Kinder bereits auf besondere Weise begonnen: jeder steckte sich ein Namensschild an, und es gab Gesichtsmalereien und leckere Snacks. Die Kinder, deren Paten ihren Besuch angemeldet hatten, warteten geduldig auf ihr Eintreffen. Manche Paten besuchen uns jedes Jahr zur Posada, und viele andere kommen, sooft es ihnen möglich ist. In der zweiten Jahreshälfte konnten wir erfreulicherweise 32 neue Kinder aufnehmen, und die meisten von ihnen haben noch keine Paten. Ihre Namen sowie die Namen anderer Kinder, die noch Paten brauchten, wurden als Schmuck an einen besonderen Weihnachtsbaum gehängt, und so konnten sich Besucher neue Patenkinder aussuchen. Auf diese Weise erhielten an diesem Samstag 20 Kinder neue Paten!

 

Es war ein wunderschöner Tag, an dem die Paten vormittags Zeit mit ihren Patenkindern verbrachten. Die meisten von ihnen brachten ihre Familien mit, und so kamen insgesamt etwa 320 Personen zu unserem Fest. Jon Levy, unser Taekwondo-Lehrer, organisierte Vorführungen für die Besucher, an denen teilweise schon Fünfjährige teilnahmen und die fortgeschrittenen Schüler Bretter und sogar einen Ziegel zerschlugen!

 

Nach der Messe und einem leckeren Essen gab es als Überraschung eine Tanzdarbietung von "Chinelos", dem traditionellen Tanz hier in unserem Bundesstaat Morelos, bei dem die Tänzer in bunten Kostümen zur Musik einer Live-Band tanzen. Wie immer lockte die Musik jeden zum Tanz, und schon bald gab es eine Prozession fröhlich hüpfender Kinder, Erwachsener und Besucher. Dadurch entstand ein Gefühl der Nähe und Gemeinschaft, und jeder fühlte sich beim Tanzen als Teil einer großen Familie.

 

Danach begann dann die Herbergssuche von Maria und Josef. Wir begleiteten das heilige Paar, den Esel und den Engel voller Freude auf dem Weg zur Schule und jubelten mit ihnen, als sie schließlich einen Platz in der Herberge fanden. Das Hirtenspiel wurde von unseren kleinsten Kindern aufgeführt und wir mussten darüber so lachen, bis uns die Bäuche wehtaten. Nach vier Piñatas und und dem Genuss von traditionellem Kuchen war dann leider die Zeit zum Abschied von unseren Freunden gekommen.

 

Wir hoffen, dass sie und alle unsere Paten wissen, wie sehr wir sie schätzen und das, was sie für unsere Kinder tun. VIELEN DANK!

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