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Aktuell

Ein besonderer Wettbewerb

Unsere Jugendlichen bauen Altäre für den mexikanischen Tag der Toten

Ein zarter Blumenduft durchzog die Luft im Gebäude der Oberschule (Bachillerato) von NPH Mexiko, wo die Schüler eifrig an ihren "ofrendas" arbeiteten. Ofrendas sind die Altäre, die man in Mexiko traditionell für den "Tag der Toten" herrichtet. Mit diesen Altären will man einen geliebten Verstorbenen ehren, und dazu gehören typischerweise auch Speisen und Getränke, die der Verstorbene besonders gern hatte. Die ofrendas, die von den Schülern gebaut wurden, gehörten zu einem Wettbewerb der ganzen Schule, bei dem die Schüler in verschiedene Gruppen eingeteilt waren. In diesem Jahr waren die meisten ofrendas dem Gründer von UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN, Padre Wasson, gewidmet, der am 16 August 2006 von uns gegangen ist.

 

Die Schüler hatten zwei Wochen Zeit, um ihre ofrendas zu planen und zu gestalten. Das Material dafür wurde teilweise von den Jugendlichen gekauft, die bereits selbst etwas Geld verdienen, und andere wurden vom Heim gestiftet. Zu allen gehörten auch selbstgemachte Speisen, und es war offensichtlich, dass viel Arbeit hineingesteckt wurde.

 

Überall im Schulgebäude standen die farbenprächtigen Altäre, verziert mit buntem Papier, Kerzen und Blüten der Studentenblume, die mit ihrem starken Duft den Toten den Weg weisen sollen. Fotos, Musikinstrumente, Räucherwerk und sogar kleine Modelle schmückten die ofrendas. Viele Schüler trugen die traditionellen mexikanischen oder indianischen Trachten bei der Vorführung ihrer Kunstwerke. Einige Schüler stellten auch ihre Kenntnis indianischer Dialekte unter Beweis, wie zum Beispiel Nahuatl aus Zentralmexiko oder Chinanteco aus dem Bundesstaat Oaxaca.

 

Die ofrendas wurden nach verschiedenen Kriterien beurteilt, wie Kreativität und Originalität, traditionellen Speisen und Dekorationen (Salz, Wasser und Papierschnitte), aber auch nach der Präsentation der ofrenda (einschließlich der Sprache und des auswendig gelernten Vortrags des Sprechers). Die ofrendas durften keine Halloween-Dekorationen enthalten, sondern nur solche aus dem mexikanischen Brauchtum. Die Gewinner erhielten Kinokarten, der zweite und dritte Preis war ein besonderes Essen für die jeweiligen Gruppen.

 

Während die ofrendas hinter den Kulissen beurteilt wurden, führte eine kleine Gruppe von Schülern einen Sketch auf, gefolgt von einem traditionellen mexikanischen Tanz. Nach der Preisverleihung durften die Schüler die Speisen essen, die sie für die ofrendas zubereitet hatten, bevor sie dann die Altäre abbauten und die Schule aufräumten.

 

Die Schüler von Casa Buen Señor legten große Sorgfalt und Hingabe beim Bau ihrer Altäre an den Tag, und die Jurymitglieder waren sehr beeindruckt von den Leistungen aller Schüler. Alle Teams hatten gute Arbeit geleistet, und gemeinsam beging man diesen Tag der Erinnerung an die Verstorbenen, der zugleich auch ein Fest des Lebens war.

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