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Aktuell

Dreidimensionales Lernen

Eines neues Labor gibt den Schülern die Möglichkeit, die Naturwissenschaften für sich zu entdecken.

Im Zuge unserer Bemühungen, die Qualität der Ausbildung bei UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN kontinuierlich zu verbessern, haben wir kürzlich ein neues Labor an unserer Schule eingeweiht, das für den naturwissenschaftlichen Unterricht der Grund- und Mittelstufe gedacht ist. Dort sollen die Kinder Experimente in Biologie, Chemie und Physik durchführen.

 

Oscar Acosta Rodriguez ist einer der Lehrer, die dort arbeiten. Als ich mit ihm sprach, äußerte er sich ganz begeistert über die Möglichkeiten, die das neue Labor bietet. Er setzt sich mit vollem Engagement für den naturwissenschaftlichen Unterricht ein. Folgendes sagte er zur Wichtigkeit von Experimenten für den Lernprozess:

 

"Experimente sind extrem wichtig, weil man dabei auch mit den Händen lernt. Wenn die Schüler die Materialien in die Hand nehmen und damit umgehen, fangen sie automatisch an, darüber nachzudenken, Vermutungen zu äußern und Schlüsse über den Ausgang des Experimentes zu ziehen. Die Experimente bringen den Lernprozess auch von der zweidimensionalen Ebene zum Dreidimensionalen. Das ist unglaublich wichtig für den Prozess des Verstehens. Experimente bieten eine wesentlich intensivere Lernerfahrung als beispielsweise ein Buch oder die Tafel."

 

Ganz begeistert berichtete mir Oscar über einige der Experimente, die die Schüler nun im Labor durchführen können. Bei einem dieser Experimente geht es um Verbrennung, ein grundlegenden Prinzip der Thermodynamik. Bei diesem Experiment arbeiteten die Schüler mit kochendem Wasser und Eis. Sie lernten, die Temperatur des Eises zu bestimmen, indem sie maßen, wie lange das Wasser brauchte, bis es wieder zu kochen anfing, nachdem das Eis zugefügt worden war. Bei einem anderen Experiment im biologischen Labor lernten die Schüler, wie man Wasser reinigen kann, indem man eine kombinierte Methode von Filtern, Kochen und Destillieren anwendet. Bei dem Zustand der Wasserversorgung in Honduras kann unseren Schülern dieses Wissen immer wieder sehr nützlich sein.

 

Einige unserer Kinder sind mit vollem Eifer bei der Arbeit im Labor dabei. Sandra, eine unserer Schülerinnen aus der Mittelstufe, mag die Experimente so sehr, dass sie sich immer gründlich darauf vorbereitet. Und Luis macht nicht nur begeistert bei den Experimenten im Unterricht mit, sondern er führt auch eigene Versuche durch. Mit Hilfe seines Lehrer ist es ihm gelungen, sein eigenes Haargel herzustellen! Da ist es nicht verwunderlich, dass er einmal Chemie an der Universität studieren möchte.

 

Für die vollständige Ausstattung des Labors werden noch einige Gegenstände benötigt. Wir brauchen mehr Bänke, und einige der Arbeitstische müssten erneuert werden. Auch neue Mikroskope wären hilfreich, denn unsere jetzigen sind recht alt. Außerdem bräuchten wir einige weitere wissenschaftliche Waagen, denn zur Zeit haben wir nur eine einzige.

 

Die Einrichtung dieses Labors wäre nicht möglich gewesen ohne die finanzielle Unterstützung des Förderkreises Rancho Santa Fe e.V. aus Pfullendorf. Wir danken Ihnen allen für Ihren Einsatz für die Ausbildung unserer Kinder!

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