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Aktuell

Die Evakuierung ist abgeschlossen

Alle Kinder befinden sich nun auf dem Festland.

Am Samstagabend konnten wir die Evakuierung unserer Kinder von der Insel Ometepe abschließen. Da die provisorischen Unterbringungsmöglichkeiten sehr beengt sind, durften sie nur einen kleinen Rucksack mit ein paar Kleidungsstücken mitnehmen. Von nun an werden sie auf blanken Matratzen schlafen müssen.

 

Einigen unserer Kinder fiel der Abschied sehr schwer; sie sind traurig darüber, dass sie ihre wenigen Habseligkeiten zurücklassen müssen, ihr schönes Heim, die Schule und vor allem ihre Lehrer und Freunde. Trotz ihrer Jugend verstehen sie, was ein Vulkanausbruch bedeuten kann und haben große Angst um die Menschen, die auf der Insel zurückgeblieben sind.

 

Am letzten Samstag sind die 44 Kinder, die auf unserem Bauernhof Casa San Marcos leben, der im Nordwesten des Vulkans liegt, nach Casa Santiago im Südosten des Concepcion umgezogen, etwa eine Meile von dem Vulkan entfernt. Am Montag, dem 14. November, wurden wir zu einer Krisensitzung zusammengerufen, und es wurde beschlossen, mit der Evakuierung aller Kinder zu beginnen.

 

Fünfzig der jüngeren Kinder im Alter zwischen 8 und 12 Jahren waren die ersten, die am Dienstag auf dem Festland ankamen. Sie werden gemeinsam mit unseren dreißig jüngsten Kindern in Casa Asis essen, schlafen und spielen. Schwester Alanna hat sie im Gebäude des Kindergartens, in der Kapelle und im Speisesaal untergebracht. Ihr Essen wird zur Zeit in unserem Büro in San Jorge zubereitet, fünf Fahrminuten von Casa Asis entfernt.

 

Asche, Sand und Rauch sind immer noch Teil unseres Alltags; aber jetzt sind wir immerhin sichere siebzehn Meilen von dem Vulkan entfernt. Wir glauben, dass wir die Kinder von hier aus auch besser in ein noch sichereres Gebiet bringen können, falls das nötig werden sollte.

 

So wie es zur Zeit aussieht, werden wir sie mindestens drei Monate lang hier behalten, und wir hoffen, dass wir bald mit dem Bau unseres neuen Heims beginnen können.

 

Wir haben ein kleines Hotel südlich von Rivas gefunden, fünfzehn Autominuten entfernt, in das wir am letzten Donnerstag 150 Mädchen einquartieren konnten. Die Außenanlagen sind zwar recht großzügig, aber das Hotel selbst ist eigentlich nur für fünfzig Gäste eingerichtet.

 

Die Jungen im Alter zwischen 8 und 13 Jahren kamen am gleichen Tag in unserem Bürogebäude an. Gestern zogen alle 54 mit ihren 12 Betreuern in ein sehr kleines Kloster in der Nähe um. Sie teilen sich 4 Badezimmer und bekommen ihre Mahlzeiten aus der Küche unseres Büros.

 

Die ältesten und tapfersten Kinder kamen am Sonntagabend und zelten auf dem Gelände unseres Bürohauses. Für diese Jahreszeit ganz untypisch hatten wir gestern Nacht einen tropischen Regen, der in die Zelte drang, aber keines der Kinder beschwerte sich. Sie legen ihr Vertrauen ganz in unsere Hände, so wie wir uns vertrauensvoll an Sie wenden mit unserer Bitte, uns zu helfen.

 

Wir brauchen Ihre Gebete. Vielen Dank für Ihre Unterstützung in dieser notvollen Situation!

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