ometepe
Aktuell

Der Vulkan regt sich; die Kinder werden evakuiert.

Eine zunehmende vulkanische und seismische Aktivität machen die vollständige Evakuierung von Casa Santiago und Casa San Marcos unumgänglich.

Bitte spenden Sie, um uns bei der Evakuierung der Kinder zu helfen

 


 

In den vergangenen Tagen hat der Vulkan Concepcion auf der Insel Ometepe seine Aktivität fortgesetzt, die im August begann: weitere Explosionen, Ausstoß von Rauch und Gasen und nun noch ein Feuer in der Vulkankuppe. Die jüngsten Explosionen haben nicht mehr nur Asche, sondern auch kleine Steine und Erdbrocken auf Casa Santiago, unser Haupthaus auf der Insel Ometepe, herabregnen lassen.

 

Eine Explosion am Freitag wurde gefolgt von einem Erdbeben der Stärke 2,5 auf der Richter-Skala. Anders als das letzte Erdbeben, dessen Zentrum etliche Meilen entfernt unter dem Nicaragua-See lag, hatte dieses Beben sein Zentrum direkt unter dem Vulkan. Zur Zeit zieht der Rauch nicht nach Norden, wie von amtlicher Seite vorhergesagt, sondern nach Süden und Westen, also in Richtung Casa Santiago. Die Regierung hat immer noch keine Evakuierung der Insel angeordnet, aber das ist vielleicht auch nicht zu erwarten, da sie keine Möglichkeit hat, solch einen Schritt durchzuführen. INETER, das Nicaraguanische Institut für Geophysische Studien, räumte am Sonntag ein, dass sich die Situation erheblich verschlechtere.

 

Andere Warnzeichen sind:

- Giftige Gase sind nun rund um den Vulkan zu sehen, selbst wenn es keinen Rauch gibt.

- Die Menschen auf Ometepe haben oft einen säuerlichen Geschmack im Mund, auch an Tagen ohne Rauchentwicklung.

- Die Fähre verlängt immer höhere Preise; es werden keine Reservierungen angenommen; wer am meisten bezahlt, wird mitgenommen; die Fährarbeiter spekulieren darüber, wie lange der Fahrdienst noch aufrecht erhalten bleibt, selbst wenn kein größerer Ausbruch eintritt.

- Selbst bis zum Casa Asis, unserem Haus für die Kleinkinder auf dem Festland, kamen Asche und Staub.

 

 

Um die Sicherheit von Kindern und Mitarbeitern zu gewährleisten, haben die Leiter mit der vollständigen Evakuierung unserer Einrichtungen auf der Insel begonnen. Casa San Marcos, das kleinere Heim für erziehungsschwierige Jungen, wurde gestern evakuiert. Alle Kinder wurden nach Casa Santiago gebracht. Ortsansässige Farmarbeiter werden sich weiterhin um die Tiere des Bauernhofs kümmern.

 

So bald wie möglich werden die Jungen von Casa San Marcos auf ein Grundstück auf dem Festland umziehen, das uns gehört. Es liegt gegenüber von Casa Asis. Sie werden das Gelände vorbereiten, damit dort Zelte für unsere übrigen Kinder aufgestellt werden können.

 

Es ist geplant, dass alle Erst- und Zweitklässler bis Mittwoch ins Casa Asis umsiedeln. Diese Kinder können im Haus der Kleinkinder aufgenommen werden. Unsere Mitarbeiter haben angefangen, jedes größere Haus in der Nähe anzumieten, um die älteren Kinder von Casa Santiago unterzubringen. Bis Samstag sollten alle Kinder von der Insel herunter sein. Einige einheimische Mitarbeiter werden dableiben, um das Gelände zu bewachen.

 

Die Kinder werden so lange von der Insel Ometepe fortbleiben, bis die vulkanische Aktivität aufhört. Erst wenn uns INETER bestätigt, dass die vulkanische Aktivität definitiv wieder nachlässt, so wie es schon häufig im vergangenen Jahrhundert der Fall war, werden wir die Kinder auf die Insel zurückbringen, während ein neues, bleibendes Heim für sie auf dem Festland errichtet wird.

 

Wir bitten Sie alle, für unsere Kinder und Mitarbeiter in Nicaragua zu beten.

 

Vielen Dank; möge Gott Sie segnen.

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