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Das Operationszentrum ist fast fertig gestellt

Endlich kommt der lang erwartete Container an.

Das Operationszentrum im Rancho Santa Fe ist seiner Fertigstellung wieder einen Schritt näher gerückt. Am 19. Juni traf nach einer langen Schiffsreise endlich ein Container voller medizinischer Ausrüstung aus den Vereinigten Staaten auf der Ranch ein.

 

Die Spenden kamen von verschiedenen Krankenhäusern und Arztpraxen aus dem Gebiet von St. Paul, Minnesota. Das Operationszentrum selbst war die Idee von Dr. Peter Daly, einem orthopädischen Chirurgen aus St. Paul.

 

"Der Grundgedanke ist, Operationen zu erleichtern, die nicht dringend notwendig sind, aber die die Lebensqualität des Patienten entscheidend verbessern", meint Dr. Daly. "Dazu gehören Dinge wie die Behandlung von Schwimmhäuten zwischen den Fingern, beschädigten Knorpeln oder gerissenen Sehnen und andere orthopädische Maßnahmen."

 

Dr. Daly kam die Idee zu dem Zentrum während eines Besuches bei Angela, einer 12-jährigen Pequeña (Heimkind), die sein Patenkind und zugleich seine ehemalige Patientin ist. 2002 führte er eine größere Operation an Angelas Beinen durch, und seine Familie nahm das Mädchen während der zwölfmonatigen Rekonvaleszenz bei sich zu Hause auf. Bei einem Besuch in nächsten Jahr auf der Ranch begann Dr. Daly mit seinen Plänen für ein Operationszentrum. Er organisierte eine großangelegte Spendenaktion, und zu Anfang des Jahres konnte das Gebäude fertig gestellt werden.

 

"Unsere Hoffnung, die wir mit diesem Gebäude verbinden, ist, dass die medizinische Versorgung näher an die Menschen heranrückt, die sie benötigen", meint Dr. Daly. "Wir werden hauptsächlich mit medizinischen Einsatzteams aus dem Ausland arbeiten, aber unser Ziel ist, eine enge Zusammenarbeit mit den Universitätsärzten hier in Honduras aufzubauen, damit eine entsprechende Nachsorge nach den Operationen gewährleistet ist."

 

Der nächste Schritt ist die Katalogisierung und Aufstellung aller medizinischer Geräte, die von Charles McDonald, einem orthopädischen Chirurgen im Ruhestand, ebenfalls aus Minnesota, zusammengetragen wurden. Unterstützt wurde er dabei von dem örtlichen Rotarier-Club, der auch bei der Verschiffung nach Honduras behilflich war. Dr. Daly wird in den nächsten Monaten auf die Ranch kommen, um das Material zu sichten und festzustellen, was eventuell noch nötig ist, um das Zentrum betriebsbereit zu machen.

 

Der Plan für die Zukunft ist, in Zeiträumen von jeweils drei Monaten zu behandelnde Fälle zu sammeln und ein Netzwerk mit den Krankenhäusern in Tegucigalpa zu entwickeln, damit sie Patienten an das Operationszentrum weiter verweisen können. UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN sucht zur Zeit nach einem/einer medizinischen Fachmann/Fachfrau, die das Zentrum als Vollzeitkraft leiten kann, Operationspläne erstellt und auch die Mitarbeit medizinischer Fachkräfte von außen koordiniert.

 

Während seines letzten Besuchs fand Dr. Daly nebenbei noch Zeit, im öffentlichen Krankenhaus bei einer Operation zu assistieren. Der Vater eines ehemaligen Heimkindes musste nach einem Sturz von der Leiter am rücken operiert werden. Dr. Daly brachte die für die Operation notwendigen Schrauben aus den USA mit, da sie in Honduras nicht erhältlich sind.

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