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Dagny leitet die Gesundheitsfürsorge

Diese ehemalige Freiwillige aus Österreich sorgt für die Gesundheit unserer Kinder

In seinen neun verschiedenen Heimen in Zentralamerika und in der Karibik betreut UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN über 3000 Kinder. Dagny Henning, unsere Internationale Medizinische Koordinatorin, trägt dafür Sorge, dass sie alle gesund bleiben.

 

"Unser Internationales Gesundheitsteam muss sich um die alltäglichen gesundheitlichen Belange in allen unseren Heimen kümmern", erklärt Dagny, eine Pharmazeutin aus Österreich mit einem zusätzlichen Abschluss in Öffentlichem Gesundheitswesen und Tropischen Parasitären Erkrankungen.

 

Dagny hat die letzten 25 Jahre in verschiedenen Teilen Zentral- und Südamerikas verbracht und für verschiedene Gesundheitsprogramme gearbeitet. Außerdem hat sie gemeinsam mit ihrem Mann Nicholas, einem Forstingenieur, drei Kinder großgezogen. Das Paar kam im Juni 2004 zum ersten Mal zu UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN Honduras.

 

"Wir waren gerade in den Ruhestand getreten und suchten nach einer Organisation, die ältere Freiwillige annahm, und da passte UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN wunderbar", erklärt Dagny. Sie begann damit, die Gesundheitsfürsorge auf der Ranch zu koordinieren. Das umfasste die Arbeit der Ärzte, Zahnärzte, der Apotheke und auch der internen und externen Krankenstation.

 

"Einer unserer größten Erfolge war die Restrukturierung des Impfprogramms auf der Ranch", meint Dagny. Sie arbeitete dabei mit Gesundheitszentren in der Hauptstadt zusammen, um dafür zu sorgen, dass alle unsere neuen Kinder die Basisimpfungen erhielten - Tetanus, Polio und Masern. Sie entwickelte auch ein genaues Dokumentationssystem in der Krankenstation der Ranch, in dem wir alle Impfungen jedes Kindes festgehalten haben.

 

Ihre neue Aufgabe bei NPH International übernahm Dagny im September letzten Jahres. Außer ihrer 13-monatigen Zeit als Freiwillige bei UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN Honduras hat sie auch einige Zeit in unseren anderen Heimen in Guatemala, Nicaragua und Mexiko verbracht. Im Laufe des Jahres möchte sie noch Peru, Bolivien und die Dominikanische Republik besuchen. Ihr größtes Anliegen ist die Verbesserung der Versorgung unserer HIV-positiven Kinder.

 

"Es gibt so viel in Betracht zu ziehen, einschließlich der Diagnose und der Behandlung ihrer Folgeerkrankungen und der sorgfältigen Beobachtung der antiretroviralen Medikation, um Dinge wie Resistenzentwicklung und Nebenwirkungen im Auge zu behalten", meint Dagny.

 

Ein Beispiel ist Joel*, ein zwölfjähriger Junge von UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN Honduras, der HIV-positiv ist. Er hat eine starke Resistenz gegen seine derzeitigen Medikamente entwickelt, und während Dagnys letztem Besuch in Honduras hat sie eine Blutprobe von ihm zu einer speziellen Untersuchung nach Europa geschickt, bei der herausgefunden werden sollte, gegen welche Medikamente er resistent ist. Die Testergebnisse zeigten, dass ihm Tenofir, ein teures Medikament des Herstellers Gilead Sciences Inc. helfen würde.

 

Dagny setzte sich mit der Firma in Verbindung und erreichte, dass Joel an einem Programm teilnehmen kann, bei dem er das Medikament für 20 Dollar im Monat anstelle des Listenpreises von 400 Dollar erhält.

 

"Das Mittel ist noch nicht für Kinder zugelassen, und die Auflage ist, dass wir dem Hersteller etwaige Nebenwirkungen mitteilen müssen und ihn darüber informieren sollten, falls wir das Medikament absetzen", erklärt Dagny.

 

Joel ist nur eines von 20 HIV-positiven Kindern von UNSERE KLEINEN BRÜDER UNDSCHWESTERN Honduras. In allen Heimen gibt es HIV-positive Kinder. NPFS Haiti haben die meisten davon, während andere nur einige wenige haben. Obwohl UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN alles zu tun versucht, um diesen Kindern zu helfen, ist der Mangel an Geld und an qualifiziertem medizinischen Personal eine beständige Herausforderung.

 

"Wenn wir unbegrenzte Mittel hätten, würde ich dafür sorgen, dass alle HIV-Kinder von einem qualifizierten, erfahrenen Spezialisten behandelt würden, der ihren Gesundheitszustand überwacht und sie mindestens einmal im Monat untersucht", sagt Dagny.

 

*Name geändert

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