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Alfombras, farbenfrohe Zeichen der Frömmigkeit in Guatemala.

Am Dienstag, den 7. April feierten wir bei NPH Guatemala auf landestypische Weise die Karwoche.

Die Feier der Osterwoche ist in unserem Heim in Guatemala bestimmt durch seine Nähe zur Stadt Antigua, dem Zentrum der Osterfeierlichkeiten in unserem Land. Wie jedes Jahr bildet dort das Legen der "alfombras" (Teppiche) einen der Höhepunkte des Festes, und so auch bei uns.

 

Traditionell wird der Karfreitag in Guatemala mit einer Prozession gefeiert, die die 14 Stationen des Kreuzweges nachgeht. Während dieser Prozession tragen die Gläubigen eine Jesusstatue mit sich, oft über eine lange Zeit hinweg (die Prozession im Nachbarort Parramos zum Beispiel dauerte vier Stunden lang). Immer wieder wird dann an den einzelnen Stationen angehalten und über ihre Bedeutung nachgedacht. Und der Prozessionsweg wird von den Alfombras gesäumt, die am Abend vorher gestaltet wurden.

 

Diese Tradition, bekannt als ?la elaboración de alfombras?, kam bereits im 16. Jahrhundert durch die spanischen Eroberer nach Guatemala.

 

Die Alfombras sind ein sinnfälliger Ausdruck der Frömmigkeit ihrer Gestalter. Daher überrascht es nicht, dass das Ausgestalten der Teppiche normalerweise Stunden in Anspruch nimmt. An solchen Orten wie Antigua kann es sogar die ganze Nacht dauern. Die Alfombras für die Karfreitagsprozession werden typischerweise aus Sägemehl, Sand, Blumen oder Früchten gestaltet.

 

Auch unsere Kinder verbrachten vier Stunden mit der Gestaltung der Alfombras entlang unseres Prozessionsweges. Am Nachmittag nahmen dann alle an der Prozession teil, die von unserem Eingangstor bis zu unserem Speisesaal führte. Wenn das Bild Christi an einer der 14 Alfombras ankam, hielten die Kinder an, um über die Bedetung der jeweiligen Station des Kreuzweges nachzudenken.

 

Die Gestaltung der Alfombras wurde wie in jedem Jahr von der Schule organisiert, während die Prozession in diesem Jahr von der Leiterin für die religiöse Erziehung in unserem Heim, Gloria Estrada, geplant und geleitet wurde. Daher möchten wir Gloria und allen Lehrern, die an den Vorbereitungen zu diesem besonderen Tag beteiligt waren, ganz herzlich danken.

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