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Aktuell

Alber findet ein neues zu Hause.

Pequeño findet eine aufregende neue Heimat mit seinen Brüdern und Schwestern bei NPH.

Als der samstägliche Gottesdienst endet und alle die Kirche verlassen, findet Alber seinen älteren Bruder Miguel unter einer Schar von Kindern. Die beiden Brüder lachen fröhlich während sie ein paar Worte wechseln und sich herzlich umarmen. Miguel nimmt seinen jüngeren Bruder an der Hand und bringt ihn zu Casa Suyapa zurück, dem Haus für die jüngsten Kinder auf dem Rancho. Alber umarmt Miguel zum Abschied und rennt dann in sein neues Heim. Diese liebevolle Art ist alles andere als ungewöhnlich unter Alber und seinen fünf Geschwistern.

 

Der 7-Jährige Alber ist ein begeisterungsfähiges Kind. Er ist lebhaft, voller Energie und neugierig. Er scheint buchstäblich alles zu mögen, beginnend mit der Schule, über Hausarbeiten, verschiedenen Speisen, bis zum Spielen. Es gibt nichts, mit dem er sich nicht begeistern liesse davon zu erzählen. Alber geht in die erste Klasse, er liest gern und lernt mit Freude Mathematik. Er liebt es zu spielen und teilt diese Freude gern mit allen seinen neuen Freunden. "NPH ist ein schöner Ort", sagt Alber. "Ich mag mein Leben hier."

 

Erst vor drei Monaten war Albers Leben ganz anders.

 

Bevor sie zu unserem Kinderdorf Rancho Santa Fé kamen, lebten Alber und seine Geschwister in einem kleinen Haus mit einer Betreuerin. Ihre Mutter verliess sie vor zwei Jahren, ihr Vater lebte in einer andere Stadt, eine Stunde entfernt von der Baustelle, wo er sein Geld verdiente um für die Kinder zu sorgen. Da Albers Vater nicht immer Arbeit hatte und sein Gehalt dadurch schwankte, war die finanzielle Unterstützung, die er seinen Kindern bieten konnte, nicht ausreichend. Die älteren Brüder von Alber, Miguel und Luis, mussten oft in der Schule fehlen, um als Bauern zu arbeiten und so zusätzliches Einkommen für die Kinder schaffen, da sie nicht über genügend Nahrung verfügten. Die Nachbarschaft, in der sie lebten, war verarmt und sehr gewalttätig aufgrund häufigen Drogenhandels. Als Albers Vater nicht mehr seine Kinder unterstützen konnte, wandte er sich an NPH für Hilfe.

 

Seit ihrem Eintritt bei NPH haben Alber und seine Geschwister sich gut eingelebt. Hier macht das Leben mehr Spass und ist zielgerichtet. Die Kinder können aufwachsen ohne sich Gedanken zu machen über genügend Nahrung oder die Gefahren der Strasse. Albers Brüder können regelmässig die Schule besuchen, anstatt auf den Feldern arbeiten zu müssen.

 

Die Geschwister wohnen in getrennten Häusern innerhalb des Ranchos, jedes mit seinen eigenen Verantwortlichkeiten für Schule und Arbeit. Obwohl sie nach Geschlecht und Alter aufgeteilt sind, achten sie, wann immer sie können, darauf, Zeit miteinander zu verbringen. Das hilft ihre besondere Verbundenheit mit der Familie aufrecht zu erhalten.

 

Die Kinder haben nach wie vor eine grossartige Beziehung zu ihrem Vater. Eigentlich sind sie auf dem Rancho ihrem Vater näher als sie es vorher waren. Er arbeitet immer noch auf dem Bau, nur eine halbe Stunde von NPH entfernt. An den Besuchstagen kommt er vorbei und verbringt Zeit mit seinen Kindern.

 

Das Leben von Alber und seinen Geschwistern hat sich in den letzten drei Monaten sicherlich verändert. Der Umzug aufs Rancho musste wie ein Schock sein. Sie wechselten von einem Haus, in dem sie nur sich alleine hatten, zu einem Haus mit 500 neuen Freunden. Eine grosse Veränderung, in jeder Beziehung. Nichtsdestotrotz passen sie wunderbar zu NPH und von der aufgeräumten Art, wie sie die täglichen Aufgaben meistern, kann man sehen, dass sie hier wirklich glücklich sind.

Dank aller Bemühungen möglichst oft beisammen zu sein, liegt es auf der Hand, dass Alber und seine Geschwister weiterhin als Familie zusammenwachsen werden innerhalb der spannenden Welt von Nuestros Pequeños Hermanos.

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