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90.000 Euro Soforthilfe für die Bekämpfung der Cholera

Immer mehr Todesopfer zu beklagen

Im Kampf gegen die Cholera hat das Kinderhilfswerk ?Unsere kleinen Brüder und Schwestern? einen Betrag von 90.000 Euro zur Verfügung gestellt. ?Angesichts der Dramatik der Situation mit mehr als 900 Todesopfern und rund 15.000 Infizierten müssen wir unseren Ärzten finanziell den Rücken stärken?, sagt Heiko Seeger, Geschäftsführer von ?Unsere kleinen Brüder und Schwestern?, Karlsruhe. In den Sanitätszelten der Organisation werden derzeit 45 der mehr als 600 registrierten Cholerapatienten aus Port-au-Prince behandelt. Neun Menschen sind inzwischen gestorben. Die UNO befürchtet eine starke Ausbreitung der Cholera auf bis zu 200.000 Menschen. Zur Eindämmung der Infektionskrankheit solle die internationale Staatengemeinschaft rund 120 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

 

Allein am letzten Wochenende sind 120 Menschen der Cholera zum Opfer gefallen. Am stärksten betroffen ist die Region Artibonite, in der die Krankheit am 19. Oktober ausbrach. Dort sind bereits 595 Menschen an der Infektionskrankheit gestorben. Im Großraum Port-au-Prince gibt es acht Cholera-Behandlungszentren, die auf insgesamt 1.000 Patienten ausgelegt sind. Darüber hinaus stehen den Patienten 14 private und staatliche Krankenhäuser offen, mit je zehn bis 50 Betten. In den Sanitätszelten von ?Unsere kleinen Brüder und Schwestern?, die auf dem Gelände des Therapie- und Rehabilitationszentrums in Tabarre aufgebaut wurden, können bis zu 300 Patienten behandelt werden. Die Kapazitäten können weiter ausgebaut werden. Die meisten Cholerapatienten, die dort behandelt werden, sind Kinder. Ihr Immunsystem ist ohnehin sehr geschwächt, so dass sie der Cholera wenig entgegenzusetzen haben.

 

Durchfallerkrankungen sind in Haiti nichts Außergewöhnliches, da die Mehrheit der Bevölkerung an Mangel- und Unterernährung leidet. Deshalb suchen viele Patienten erst spät medizinische Hilfe. ?Das ist einer der Gründe, weshalb die Sterberate so hoch ist?, beschreibt Seeger die Situation. ?Hinzu kommt, dass die Cholera in Haiti seit mehr als 100 Jahren als ausgerottet galt. Deshalb wissen viele Patienten nicht, dass sie mit dem Cholera-Bakterium infiziert sind.?

 

Papst Benedikt XVI hat die internationale Staatengemeinschaft inzwischen zur Solidarität mit den Menschen in Haiti aufgerufen. Auch das Auswärtige Amt hat eine Soforthilfe in Höhe von 200.000 Euro zur Bekämpfung der Cholera in Aussicht gestellt. Durch die dramatische Entwicklung in Haiti benötigen die Menschen und insbesondere die Kinder weitere Hilfe. Deshalb bittet ?Unsere kleinen Brüder und Schwestern? um Spenden auf das Konto 12000, BLZ 660 205 00 bei der Sozialbank Karlsruhe. Stichwort: Haiti. Im Spenden-Onlineshop kann unter http:www.MyGoodShop.org gezielt für die medizinische Nothilfe gespendet werden.

 

Seit 1988 engagiert sich ?Unsere kleinen Brüder und Schwestern? hin Haiti. Im Kinderdorf der Organisation leben rund 420 Kinder und Jugendliche, 250 weitere leben bei Familienangehörigen, werden aber von dem Kinderhilfswerk unterstützt. Das Kinderkrankenhaus ?St. Damien? und das Physiotherapie- und Rehabilitationszentrum ?Kay St. Germaine? gehören zu den modernsten Einrichtungen in ganz Haiti. Da ein Grundpfeiler für ein eigenständiges Leben eine gute Ausbildung und Lehre ist, hat die Organisation auch eigene Schulen und Ausbildungswerkstätten aufgebaut.

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