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24-jährige Physiotherapeutin hilft Kindern in der Dominikanischen Republik

Die Berlinerin schenkt den Kindern ein Jahr lang ihre Zeit und Liebe

Die gebürtige Berlinerin Nicola Blazynski lebt seit drei Monaten im Kinderdorf der Hilfsorganisation ?Unsere kleinen Brüder und Schwestern?. Als ausgebildete Physiotherapeutin therapiert die 24-Jährige dort Kinder und Jugendliche. Im Kinderdorf ?Casa Santa Ana? leben derzeit 170 Kinder. Die meisten von ihnen sind Waisen, wurden von ihren Eltern verlassen oder misshandelt. Touristen bekommen oft nichts von der Not der Bevölkerung mit. Fast die Hälfte der Dominikaner lebt unter der Armutsgrenze, also von weniger als einem Euro pro Tag. Blazynski ist einer der Menschen, die sich aktiv für benachteiligte Bevölkerungsgruppen in Entwicklungs- und Schwellenländern einsetzen.

 

Die Physiotherapeutin lebt seit März gemeinsam mit den Kindern, sechs weiteren freiwilligen Helfern und den einheimischen Mitarbeitern wie in einer großen Familie. Sie wird ihren Schützlingen ein Jahr lang ihre Zeit, ihr Fachwissen und ihre Liebe schenken. Die junge Frau aus Berlin Steglitz hat bereits vor ihrer Reise in die Dominikanische Republik Erfahrungen im Umgang mit Kindern gesammelt. So verbrachte sie ein halbes Jahr in einer Familie in Spanien und half dort als Au-pair-Mädchen bei der Erziehung und im Haushalt mit. Darüber hinaus trainierte sie fünf Jahre lang eine Leichtathletik-Gruppe von Kindern im Alter zwischen vier und neun Jahren beim Zehlendorfer TSV und war auch als Jugendreiseleiterin tätig. Das Wohl der Kinder liegt der Berlinerin sehr am Herzen. Sie beschäftigt sich neben der körperlichen Therapie der Kinder auch sehr viel mit den seelischen Problemen, mit denen die Kinder auf Grund ihrer oft schrecklichen Erfahrungen aus der Vergangenheit zu kämpfen haben. Das Schönste ist für Blazynski, dass ihre Hilfe genau dort ankommt, wo sie benötigt wird und dass sie jeden Tag mit der Herzlichkeit der Kinder belohnt wird: ?Wenn ich selbst einmal Heimweh habe, helfen mir meine Kinder sehr, sagen mir immer wieder, dass sie mich lieben und drücken und küssen mich! Ich versuche ihnen diese Liebe genauso stark zurückzugeben.?

Die sozial engagierte Frau zeigt sich sehr betroffen von der harten Realität, der sich viele Menschen in dem karibischen Staat gegenüber sehen. ?In den ehemaligen Siedlungen der Zuckerrohrarbeiter sind Elendsviertel entstanden, in denen zahlreiche Menschen das Notwendigste entbehren müssen. Es mangelt an Nahrungsmitteln, Arznei und Schulen. Demgegenüber dürfen die Kinder im Casa Santa Ana in einer großen Familie aufwachsen, wo sie geliebt werden und lernen, Verantwortung zu übernehmen." Neben dem Kinderdorf hat ?Unsere kleinen Brüder und Schwestern? in der Dominikanischen Republik auch Schulen, eine Krankenstation sowie ein Landwirtschaftsprogramm für die Selbstversorgung aufgebaut. Auch Kinder, die außerhalb des Kinderdorfs leben, nutzen die schulischen und medizinischen Einrichtungen der Hilfsorganisation. Auf die Entwicklung der Kinder zu körperlich und seelisch gesunden Menschen wird größter Wert gelegt.

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