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Mangelnde Gesundheitsversorgung in Lateinamerika

Große Teile der Bevölkerung in Lateinamerika und der Karibik erhalten nur unzureichende oder keine angemessene medizinische Grundversorgung.

Laut CEPAL, der Wirtschaftskommission der UN für Lateinamerika und die Karibik, lebten 2015 rund 29 Prozent der Bevölkerung in Armut. Das sind zirka 168 Millionen arme Menschen, zwei Millionen mehr als noch 2010.

 

Besonders Kinder, Frauen, alte Menschen und die indigene Bevölkerung sind von Armut betroffen. Sie ist oft Garant dafür, dass der Weg zur staatlichen Gesundheitsvorsorge verschlossen bleibt.


Neben dem Geld für notwendige Behandlungen sind mangelndes Fachwissen seitens der Mediziner und in ländlichen Regionen eine oft nicht vorhandene gesundheitliche Grundversorgung Schuld, dass Erkrankungen bleibende Schäden hinterlassen können.

 

Medizinische Teams von nph besuchen die Ärmsten in ihren Wohnvierteln. Anders hätten sie keine Chance auf gesundheitliche Beratung, Vorbeugung und Behandlung.

 

Kinder- und Müttersterblichkeit abhängig vom sozialen Status


Schwangerschaft, Geburt und die ersten Lebenswochen des Säuglings bergen sowohl für Mutter als auch Kind viele Gefahren. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jährlich etwa 23.000 Frauen in Lateinamerika und der Karibik im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt. Auf 100.000 Geburten kommt es, je nach Land und Provinz, zu etwa 100 Todesfällen. Von den Neugeborenen sterben täglich 13 Kinder, bevor sie 28 Tage alt sind. 80 Prozent der Todesfälle haben vermeidbare Ursachen. Die Sterblichkeit eines armen Kindes liegt im Vergleich zu einem Kind aus der Wohlstandsklasse doppelt so hoch bis zum Alter von 5 Jahren.

 

Diese Haitianerin hatte Glück und wurde während der Geburt betreut.

Diese Haitianerin und ihr Neugeborenes hatten Glück und wurde während der Geburt im Krankenhaus von nph betreut.

 

Mangelernährung führt zu vermeidbaren Erkrankungen


Mangelnde medizinische Aufklärung über Hygienemaßnahmen und richtige Ernährung während der Schwangerschaft stellen ein Risiko für die Gesundheit der werdenden Mutter und des ungeborenen Kindes dar. Ein bereits vor der Geburt mangelernährtes Kind hat wenige Chancen, dies wieder aufzuholen. Wachstumsstörungen und geistige Entwicklungsstörungen sind oft die Folge. Diese Kinder sind zudem anfälliger für Infektionskrankheiten wie Tuberkulose, Malaria oder Cholera.

 

Dieses Kind hat gute Chancen wieder gesund zu werden. Das Kinderkrankenhaus von nph in Haiti bietet Kindern aus armen Familien eine Behandlung nach westlichem Standard.


 
Durch gezielte Beratung über Ernährung und Hygiene können Erkrankungen vermindert oder sogar verhindert werden. Wird der Zugang zu sauberem Wasser und einer ausreichenden Sanitärversorgung verbessert, steigen die Chancen, dass ein Kind sich gesund entwickeln kann. Eine ausreichende medizinische Grundversorgung würde die Lebensqualität der Menschen in Lateinamerika und der Karibik enorm steigern und vielen Kindern das Leben retten.

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